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18. Juli 2008
17:35 MESZ
Mit Braque gegen van Gogh
Das Kunstforum wird saniert und bleibt sich treu

Wien - Die einstige Ausstellungshalle der Länderbank heißt nun wieder so, wie sie zwischendurch schon einmal geheißen hat: Kunstforum Bank Austria. Ob demnächst eine weitere Umbenennung ansteht? Ingried Brugger, die Direktorin, weiß nur, dass die Unicredit hinter dem Programm steht und das Gebäude an der Freyung daher komplett sanieren lässt. Schließlich sei das Kunstforum, wie sie bei der Präsentation der Vorhaben bis 2011 erläuterte, "ein unheimlich gutes Marketing-Tool" .

Auch wenn zuletzt die Ausstellung Monet, Kandinsky, Rothko und die Folgen "ganz gut" gegangen sei (95.000 Besucher), ruhen die Hoffnungen dieses Jahres eindeutig auf Georges Braque (14. November bis 1. März 2009): Der belgische Symbolismus war ein Flop, und auch die Präsentation der hauseigenen Sammlung Fotografis (11. September bis 29. Oktober), die danach in Prag gezeigt und in der Folge ans Museum der Moderne in Salzburg verliehen wird, verspricht - trotz der äußerst hohen Qualität - kein Publikumsrenner zu werden.

Mit Braque gegen die Albertina abzustinken (Ex-Mann Klaus Albrecht Schröder trumpft mit van Gogh auf), glaubt Brugger nicht: Picassos Weggefährte ist erstmals in Österreich zu sehen - mit allen essenziellen Werken (Versicherungswert: 350 Millionen Euro).

Im Herbst 2009 arbeitet man im Kunstforum die Geschichte des Essens im Stillleben vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart auf (Augenschmaus), 2010 stellt Brugger die monströsen Landschaftsbilder des Ukrainers Aiwasowki vor, es folgen die Retrospektiven Frida Kahlo und Pierre Bonnard. (trenk, DER STANDARD/Printausgabe, 19./20.07.2008)

 


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