Einen Tag vor dem Start der weltweit bedeutendsten Messe für Gegenwartskunst, der Art Basel, haben die Verantwortlichen ein optimistisches Bild des Kunstmarkts gezeichnet. "Man kann schwer die Zukunft vorhersagen, doch für einen gesunden Kunstmarkt sind neben Vertrauen, gute Werke und gute Käufer das Wesentliche. All diese Faktoren sind vorhanden", sagte Marc Spiegler, einer der Direktoren.
Damit trat Spiegler Kassandra-Rufen vieler Experten entgegen, die im Vorfeld der Baseler Schau vor dem anhaltenden Kunstmarkt-Boom gewarnt hatten. Der Kunstberater und ehemalige Sotheby's-Chef für Frankreich, Marc Blondeau, hatte zuvor kritisiert: "Die große Begeisterung für zeitgenössische Kunst hat dazu geführt, dass der Markt mit Werken fast schon überflutet worden ist. Der Markt braucht eine Verschnaufpause." Die Auswirkungen der Preisexplosion für moderne Kunst seien besorgniserregend, denn sie führten unter anderem dazu, dass die Galeristen ihre Künstler zu einer immer größeren Produktivität drängen und statt Qualität Quantität erzeugen.
Insgesamt war das Jahr 2007 ein Spitzenjahr. Die Installation "Lullaby Spring", ein riesiger Stahlrahmen mit handgefertigten Gipsmurmeln des britischen Künstlers Damien Hirst wechselte für 14,5 Millionen Euro den Besitzer und das tonnenschwere, rot schimmernde Metallherz "Hanging Heart" von Jeff Koons für rund 16 Millionen Euro. Auch die am Mittwoch (4. Juni) beginnende 39. Ausgabe der Art Basel könnte wieder Rekorde brechen. 300 renommierte und finanzstarke Galerien zeigen bis Sonntag hochwertige zeitgenössische Werke von mehr als 2000 Künstlern.
Laut Artprice, der weltweit führenden Kunstpreisdatenbank, haben sich die Verkäufe von Kunstwerken, die Preise in Millionenhöhe erzielten, in den vergangenen Jahren fast vervierfacht.
(APA)
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