| mumok: "Sturm im Wasserglas" oder "Skandal"? | ||||
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In den
vergangenen Tagen sorgte die Diskussion um Baumängel, Umbauten und eine
geplante vorübergehende Schliessung des neuen Museums Moderner Kunst
(mumok) im Wiener Museumsquartier (MQ) für Irritationen und Diskussionen
("Wir erhielten schon besorgte Anrufe von Besuchern, ob das
Museumsquartier nun geschlossen würde", so MQ-Geschäftsführer Wolfgang
Waldner gegenüber der APA). Am Mittwochvormittag fand nun das "notwendige Treffen" (Waldner) samt Lokalaugenschein aller Beteiligten statt, an dessem Ende Waldner, mumok-Leiter Edelbert Köb und der zuständige Sektionschef Rudolf Wran eine "einvernehmliche Klarstellung" unterschrieben. Viele Mängel In sechs Punkten wird darin auf "diverse öffentliche Aussagen und Kommentare" über das MUMOK eingegangen: Die MQ Errichtungs- und Betriebsgesellschaft habe "in Abstimmung mit der seinerzeitigen Museumsleitung ein rechtlich und technisch brauchbares, taugliches Museumsgebäude übergeben" und "auch ein effizientes System der Behandlung von Gewährleistungsmängel eingerichtet", in dessem Rahmen dafür gesorgt werde, "dass gemeldete Mängel laufend behoben werden", heisst es unter den ersten beiden Punkten. Weitere "Verbesserungen, die sich in Bezug auf den Hausbetrieb und die betrieblichen Erfahrungen ergeben" (so Punkt 3), worunter u.a. "Sicherheitsvorkehrungen, Steuerungsoptimierung bei Aufzügen" oder Beleuchtungen fielen, werde die MQ Gesellschaft "im Rahmen ihrer Möglichkeiten als Nachlieferung betrachten und behandeln. Solche Verbesserungen sind allerdings nur in Verbindung mit einer effizienten technischen Betriebsführung im Mumok sinnvoll." Neugestaltung der Sammlung "Eine allfällige geplante Schließung" des mumok "wird nicht aufgrund der Behebung von Baumängeln notwendig, sondern ausschließlich durch eine Neugestaltung der Sammlung sowie eine Veränderung der Ausstellungsarchitektur", heisst es unter Pkt. 4 (Waldner: "Das war für uns der wichtigste Punkt"). Die Finanzierung dieser Änderungen, die aufgrund von unterschiedlichen "museologischen und ablauforganisatorischen Vorstellungen" zwischen dem mumok-Ex-Chef Lorand Hegyi und Köb verursacht würden, werde "das Museum aus eigenen Mitteln und mit Hilfe von Subventionen (Sponsoring) zu finanzieren haben", so Punkt 5. Diese Änderungswünsche wären nach detaillierter Auflistung jedoch einer "technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Prüfung durch die MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft zu unterziehen". Positive Beurteilung Als einen "Sturm im Wasserglas" sieht Waldner gegenüber der APA die bisherige Diskussion. Die vorgefundenen Baumängel würden sich alle im normalen Rahmen solcher Neubauvorhaben bewegen. "In der ganzen Welt wird das Museumsquartier positiv beurteilt. Jetzt erliegen offenbar manche der Verlockung, das mittels Skandalisierung zu reduzieren", so Waldner, "Für Neugestaltungen, die sich aus den Vorstellungen von Köb ergeben, ist er autonom verantwortlich." Über Schließungen oder deren konkrete Daten zu sprechen sei es, meint Waldner, seiner Meinung nach jedoch zu früh. "Skandal der Sonderklasse" Die Kultursprecherin der Wiener Freiheitlichen, Heidemarie Unterreiner, bezeichnete die aktuellen Vorgänge rund um das mumok unterdessen in einer Aussendung als "Skandal der Sonderklasse" und "Steuergeldverschwendung in höchstem Maße" und wies darauf hin, dass sich die Wiener Freiheitlichen schon immer gegen das Museumsquartier als Standort für das Museum ausgesprochen hätten. "Die freiheitlichen Vorbehalte gegenüber diesem von Anfang an verpfuschten Projekt haben sich einmal mehr bestätigt", so Unterreiner, "Es ist jedenfalls unumgänglich, dass die zuständigen Politiker, die sich jahrelang gegen berechtigte Kritik taub gestellt und dieses Projekt forciert haben, jetzt zur Verantwortung gezogen werden." | |||
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