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vom 18.04.2006 - Seite OÖN
Bildende Kunst übersiedelt in historische Gemäuer

Lange ersehnt, kurz umgebaut: Das Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuni übersiedelt dieser Tage an seinen neuen Standort. Adaptiert wurde dafür das frühere Hauptpostamt im denkmalgeschützten Barockbau in der Kollegiumgasse in Linz.

Vielfältig wurde das ehrwürdige Gebäude bisher genutzt: als Jesuitenkolleg, sogar als Kaserne und zuletzt als Hauptpostamt. Nun tummeln sich hier Animations- und Experimentalfilmer, Kunsttheoretiker, Philosophen, Druckgrafiker, Fotografen und viele mehr.

Mit Ostern wurde das denkmalgeschützte Gebäude für die Studierenden und Lehrenden freigegeben. Gemeinsam mit ihnen haben die Architekten von Schneider & Lengauer das Haus für einen "zeitgemäßen Lehrbetrieb einer Kunstuniversität adaptiert", wie es heißt.

In der Kollegiumgasse 2 finden sich nun Ateliers, Werkstätten, Büro- und Sozialräume sowie das im Hof des Gebäudes neu errichtete Audimax samt Cafeteria und einer Dachterrasse mit ausladenden 200 m2. Die Räumlichkeiten bestechen durch flutendes Tageslicht, in den Ateliers wird es den Kunst-Studenten nun sicher gelingen, sich ordentlich auszubreiten und natürlich auch auszutoben. Finanziert von Land Oberösterreich und Stadt Linz, konnte der Zeitplan mit einem Jahr Bauzeit erstaunlich knapp gehalten werden.

Breites Angebot

Das Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften umfasst die gleichnamige Studienrichtung mit den beiden Studienzweigen Kulturwissenschaften und Bildende Kunst: Bildhauerei - transmedialer Raum, Experimentelle Gestaltung, Malerei und Grafik, sowie die Kunstgeschichte und Kunsttheorie. Die freie, individuelle Schwerpunktsetzung und die Verbindung zwischen kulturwissenschaftlicher Forschung und künstlerischer Praxis in einer projektorientierten Arbeit stehen im Mittelpunkt der Lehre.

Zu Beginn oder erst während des Studiums können die Schwerpunkte der Arbeit mit Hilfe eines Modulsystems gewählt werden. Studierende können dabei aus einer Palette von handwerklichen Techniken bis zu medienorientierter Arbeit wählen oder beide Richtungen verknüpfen. Ab dem zweiten Abschnitt kann man sich zwischen der Studienzweige Bildende Kunst oder den Kulturwissenschaften entscheiden -Êoder beide parallel studieren.

Berufliche Möglichkeiten

Die beruflichen Felder, in denen sich die Absolventen künftig bewegen können, sind vielfältig. "Ziel des Studiums ist eine weitreichende praktische und theoretische Ausbildung, die zu einer eigenständigen künstlerischen Position führen soll und zur Fähigkeit, sich selbstständig im Kunstbetrieb zu etablieren", heißt es in der Ausschreibung.

Möglich sind Berufsfelder der Bildenden Kunst und der kunstnahen Bereiche sowie solche, die erst im Entstehen sind: angewandte visuelle Kunst, Kuratoren-Tätigkeit, Ausstellungsgestalter, Kunstkritiker, Theoretiker sowie unmittelbar mit visueller Kunst befasste Bereiche des Kulturbetriebes.

www.ufg.ac.at/institut_bildende_kunst


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