Was die "Presse" bereits vor einem Monat exklusiv
meldete, wurde am Mittwoch offiziell: Der Bildhauer Bruno Gironcoli, heuer
Vertreter Österreichs auf der Biennale in Venedig, erhält auf dem Gelände
des oststeirischen Schlosses Herberstein ein Museum. Somit ist das
Platzproblem für die monumentalen Skulpturen des Akademie-Professors
vorläufig gelöst - und alle scheinen glücklich. Das versicherten
jedenfalls Künstler, Landeshauptmann und Kulturreferentin der Steiermark
Waltraud Klasnic, Staatssekretär Franz Morak, Schlossherrin Andrea
Herberstein und der beauftragte Architekt, Hermann Eisenköck, bei einer
Pressekonferenz. Eisenköck wird das unter Denkmalschutz stehende
Tennengebäude in Herberstein adaptieren und um eine unterirdische
Skulpturenhalle erweitern. Insgesamt würden dann Indoor 2000 Quadratmeter
zur Verfügung stehen, die 20 bis maximal 30 Skulpturen Gironcolis
aufnehmen sollen - als Leihgaben des Bildhauers für zunächst 10 Jahre.
Eines anderen Teils des Werks hat sich die Baufirma
Strabag angenommen: Zehn, zwölf Skulpturen werden, laut dem Künstler,
voraussichtlich ab Februar 2004 in einem Glas-Beton-Pavillon neben der
neuen Wiener Strabag-Zentrale auf der Donauplatte zu sehen sein. Bis
Herbst 2004 soll dann auch das Gironcoli-Museum in Herberstein fertig
gestellt sein. Insgesamt wird das Projekt mit drei Millionen Euro
veranschlagt.
Über das "Ende einer Odyssee" freute sich Staatssekretär
Morak. Immerhin suchte man seit 1998 nach einer Lösung für die
Präsentation der Skulpturen. Über 15 Vorschläge und Projekte zerschlugen
sich, zuletzt auch die sich über Jahre hinziehenden Verhandlungen mit dem
Land Kärnten über ein Museum in der ehemaligen BBU-Erzaufbereitungshalle
in Bad Bleiberg. "Sehr zum Bedauern" von Kulturreferent Jörg Haider, der
das Scheitern vor einer Woche bekannt gab. Wenige Stunden später
verkündete das Land Steiermark sein Engagement - unterstützt von Morak. sp
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