Wien (SN-hkk). Österreich ist das Land mit den höchsten Kultursubventionen pro Einwohner. Dies ergibt ein internationaler Vergleich, den das Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM) in Wien erstellt hat. Die Ergebnisse wurden am Dienstag vorgestellt. Die Zahlen sind allerdings nicht exakt zu vergleichen, da nicht alle Staaten für die gleichen Jahre ihre Daten gemeldet haben. Pro Einwohner wurden in Österreich 240 Euro (2004) an Kulturförderung ausgegeben, in Schweden sind es 196 (2000), in den Niederlanden 163 (2004), in Finnland 140 (2001) und in Estland 121 (2004). Deutschland liegt auf Platz neun (mit 96 Euro für 2004). Frankreich dürfte unter den Top drei rangieren, doch ist der jüngste Wert 180 Euro pro Einwohner nur aus 1996.
Allerdings: Die österreichischen Kulturausgaben des Bundes, auf die etwa ein Drittel der Kulturförderung aller Gebietskörperschaften entfällt, schrumpft seit Jahren. Im Vergleich mit inflationsbereinigten Daten seit 1997 ist der Wert für das Jahr 2006 der geringste in diesem Jahrzehnt. Auch der Anteil der Kultur an den Gesamtausgaben schrumpft: 1997 betrug er 0,95 Prozent, im Vorjahr 0,7 Prozent.
Die größten Einbußen an Subventionen musste im Vorjahr neuerlich der Bereich Theater und Musiktheater hinnehmen; dessen Bundesförderung war um 22,5 Millionen Euro oder 12,7 Prozent geringer als der Durchschnittswert der Jahre 1997 bis 2005. Zweitgrößter Verlierer ist der Bereich Baukulturelles Erbe.
Die größten Zuwächse werden 2006 gemeldet für Aus- und Weiterbildung (plus 17,5 Mil. Euro, 12,4 Prozent) und Großveranstaltungen (plus 2,3 Mill. Euro, 16,1 Prozent).






