Wien Museum

Zeitgeschichte als Renner

30. März 2010, 14:42

"Kampf um die Stadt" mausert sich zu Wolgang Kos' bislang erfolgreichster Ausstellung

Wien - Großer Erfolg für eine umfangreiche Ausstellung: Insgesamt 59.760 Besucher haben die Schau "Kampf um die Stadt. Politik, Kunst und Alltag um 1930" besucht, die vom Wien Museum im Künstlerhaus gezeigt wurde und am Sonntag zu Ende gegangen ist. Direktor Wolfgang Kos darf sich auch über einen persönlichen Bestwert freuen: Es war die erfolgreichste Ausstellung seit seinem Amtsantritt im Jahr 2003.

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"Es war kein 'aufgelegter' Erfolg, denn es war eine Ausstellung mit großem Risiko, handelt es sich doch um eine Epoche, nach der sich niemand zurücksehnt und die auf den ersten Blick wenig Glanzvolles bietet", frohlockte Kos in einer Aussendung: "Offenbar ist es gelungen, mit unserem ungewöhnlichen Zugang - Zeitgeschichte in Kombination mit Kunst und Alltag - Neugierde auszulösen."

Besonders freute sich Kos darüber, dass sich viele Besucher Zeit genommen haben: "Die Aufenthaltsdauer lag weit über dem üblichen Schnitt, bis zu drei Stunden waren die Leute in der Ausstellung, manche kamen zwei- oder dreimal." Auch das Vermittlungsprogramm mit Führungen, Expertenrunden und Konzerten habe "enormes Echo" gefunden. Insgesamt gab es laut Wien Museum 780 Führungen, 460 davon für Schülergruppen.

Thema Neubau

"Es ist auch gelungen, im Wiener Kulturbetrieb deutlich stärker wahrgenommen zu werden als dies mit ebenso interessanten Ausstellungen im beengten Stammhaus möglich ist", so Kos. Er verwies bei der Gelegenheit einmal mehr auf die Chancen eines Neubaus.

Dass ein solcher kommt, scheint fix, offen ist allerdings noch, wo. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny hatte zuletzt in der "Presse" betont, dass der Schwedenplatz bzw. der Morzinplatz oder der Karlsplatz im Bereich der Kunsthallen-Dependance "project space" zu den bevorzugten Standorten zählen. (APA)

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4 Postings
30.03.2010 20:43

Die Zeit, in der die 30iger Jahres des vorigen Jahrhunderts mit "Zeitgeschichte" umschrieben werden, dürfte aber schön langsam vorbei sein (was natürlich nichts damit zu tun hat, dass uns ähnliche Probleme nicht auch heute noch beschäftigen).

30.03.2010 22:42

das erstaunlichere war eher, wenn man so manche flugblätter gelesen hatte, die dort ausgestellt waren, daß sich anscheinend eine ganze menge argumentationen in all der zeit nicht geändert haben, sondern fast gleich übernommen wurden.

Renzo Pasolini
30.03.2010 19:21
Für das Haupthaus zu groß,

für das Künstlerhaus zu klein. Daher bekam man unter dem Titel "Kampf um die Stadt u.a. Irrelevanzen wie "Schitourismus in Kitzbühel" serviert!

30.03.2010 20:20

so gesehen hätte man sich ebenso die werbeplakate sparen können, die kleider, die möbel und auch dieses cafe elektro. da alles genau gar nix mit kampf zu tun hat oder noch weniger mit der stadt? ganz zu schweigen von dem teil, wo etwas über ungarn auf eine leinwand gebeamt wurde. oder was ist mit dem bade-teil?
im größeren bild gesehen hat es durchaus sinn gemacht, es sei denn, sie als möglicher stadtbewohner machen nirgendwo urlaub, haben keine freizeitgestaltung usw.

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