| Salzburger Nachrichten am 25. April 2006 - Bereich: Salzburg
"Die Werke haben Bestand" Der Kulturverein Werfen
zeigt eine Schau über "10 Jahre Malersymposium" auf der Burg. "In der
Gemeinde hat sich dadurch viel verändert."
WERFEN (SN-pab). 1995 kam das Aus für das Malersymposium Werfen auf der
Burg, jetzt stellt der Kulturverein Werfen Arbeiten aus zehn Jahren
"Malertage" aus. Kurator Beppo Pliem - der Leiter des Symposiums - hat 30
von den 100 Werken der Sammlung Werfen für die Schau im Kuenburggewölbe
ausgewählt. Wie schaut der Rückblick zehn Jahre nach dem Symposium aus, wie
beurteilt der Kurator die Qualität der Arbeiten? "Wenn ich durchschaue -
die Bilder haben Bestand, sie haben Qualität", sagt Pliem. Malerische
Trends abzuleiten, erscheint ihm auch im Nachhinein nicht sinnvoll, "alles
war möglich". Den Blick lenkt Pliem auf Arbeiten von Sepp Auer, Wolfgang Seierl,
Konrad Winter, Anna Stangl, Ferdinand Götz, Ursula Hübner, Martin Rasp,
Jupp Linssen, Peter Hofmann-Gir, Agnes Fuchs, Walter Vopava oder Leo
Zogmayer. Die Bandbreite reicht von monochromen Farblandschaften über
figurative Malerei bis hin zu Zeichnungen und bemalten Fundstücken. Durch das Malersymposium habe sich in der Gemeinde viel verändert, sagt
Marika Kendlbacher, Obfrau des Kulturvereins Werfen. Viele hätten einen
Zugang zu aktueller Kunst gefunden, die Akzeptanz sei gestiegen. "Auch
gibt es mittlerweile einige Sammler in Werfen, das ist das Schöne daran."
Marika Kendlbacher und Beppo Pliem schmunzeln, wenn sie an die
Aufregung der ersten Jahre wegen des Symposiums zurückdenken. "Das kann
man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Auf der Burg hat es die
Anweisung für die Künstler gegeben, dass sie die Touristen nicht stören
sollten."SN-Info: Bis 28. Mai, Do.-Sa., 17 bis 19 Uhr, So. 10-12/17-19
Uhr. |