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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
21. Jänner 2007
15:23 MEZ
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www.graphikmuseum-picasso-muenster.de

 
Picasso-Schau mit Originalen und Fälschungen in Münster
Ausstellung mit voraussichtlich rund 160 Werken vorbereitet

Münster - Das Graphikmuseum Pablo Picasso in Münster plant eine ungewöhnliche Ausstellung mit Originalen und Kunstfälschungen. Zur Vorbereitung arbeitet Museumschef Markus Müller mit der Asservatenkammer des Landeskriminalamtes (LKA) Baden-Württemberg zusammen. Dort schlummern zahlreiche Fälschungen von Werken Picassos, Chagalls und Mirós. Anhand der für Laien kaum vom Original zu unterscheidenden Gemälde sollen Fälscher-Handwerk und Detektivarbeit der Kriminalisten in der Schau im Herbst dokumentiert werden.

Original und Fälschung im Dialog

Unter dem Motto "Original und Fälschung im Dialog" lenkt das Graphikmuseum damit erstmals in seiner fast siebenjährigen Geschichte den Blick nicht allein auf echte Kunst. Die mehrmonatige Schau mit voraussichtlich rund 160 Werken wird derzeit gemeinsam mit dem Ressort Kunstfälschungen beim LKA in Stuttgart konzipiert. Neben der klassischen französischen Moderne sollen auch Originale und Fälschungen von Werken deutscher Expressionisten wie Otto Dix vertreten sein.

In den Archivräumen des LKA haben sich nach den Worten Müllers über viele Jahre hinweg hunderte gefälschter Kunstwerke angesammelt, die auf Auktionen oder in Galerien beschlagnahmt worden waren. "Dieser Fundus bildet quasi das Rückgrat der Ausstellung." Die Originale werden überwiegend aus Leihgaben anderer Museen zusammengestellt. Zudem sollen Entstehung und Entlarvung gefälschter Kunst verdeutlicht werden: Eine Fälscherwerkstatt werde ebenso nachempfunden wie verschiedene technische Analyseverfahren der LKA- Ermittler. (APA)


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