Original und Fälschung im Dialog
Unter dem Motto "Original und Fälschung im Dialog" lenkt das Graphikmuseum damit erstmals in seiner fast siebenjährigen Geschichte den Blick nicht allein auf echte Kunst. Die mehrmonatige Schau mit voraussichtlich rund 160 Werken wird derzeit gemeinsam mit dem Ressort Kunstfälschungen beim LKA in Stuttgart konzipiert. Neben der klassischen französischen Moderne sollen auch Originale und Fälschungen von Werken deutscher Expressionisten wie Otto Dix vertreten sein.
In den Archivräumen des LKA haben sich nach den Worten Müllers über viele Jahre hinweg hunderte gefälschter Kunstwerke angesammelt, die auf Auktionen oder in Galerien beschlagnahmt worden waren. "Dieser Fundus bildet quasi das Rückgrat der Ausstellung." Die Originale werden überwiegend aus Leihgaben anderer Museen zusammengestellt. Zudem sollen Entstehung und Entlarvung gefälschter Kunst verdeutlicht werden: Eine Fälscherwerkstatt werde ebenso nachempfunden wie verschiedene technische Analyseverfahren der LKA- Ermittler. (APA)