Michael Kienzer markiert seit ersten Ausstellungen in der Galerie des soeben neu bestellten künstlerischen Leiters des Grazer Joanneums, Peter Pakesch, eine der spannendsten Positionen jüngerer österreichischer Gegenwartskunst. Zuletzt hat er den Monsignore-Otto-Maurer-Preis zugesprochen bekommen.
Die Wiener Galerie Hohenlohe & Kalb zeigt ab 12. April Charakteristisches aus seiner Produktion. Mit dabei sind Arbeiten mit und um sein Markenzeichen, den Teppichboden. Der dient etwa als Träger expressiver Zeichnungen, die bloß durch die Ausrichtung der Fasern sichtbar werden, oder - wie im Schlossteich von Ambras - als angedeuteter Weg über das Wasser.
Neben den Bodenbelägen sind es vor allem Knäuel, dichte Packungen von Kabeln
und Schnüren, die Kienzer nutzt, um potenzielle Verhängnisse im Alltagsgeschehen
hervorzuheben.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8. 4.
2002)
Quelle: © derStandard.at