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4.10.2002
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Zwischen Himmel und Erde
Lichtinstallation von Ingeborg Lüscher in der
Feldkircher Johanneskirche
VON ARIANE GRABHER
Feldkirch (VN) "Lumen est Omen" betitelt
Ingeborg Lüscher ihre Installation in der Feldkircher
Johanneskirche, die gestern Abend präsentiert wurde. Darin fangen
auf dem Kirchenboden platzierte schwefelgelb leuchtende Schalen
verschiedener Größe, "Cesti" genannt, das Licht ein.
Zufall, Eros, Liebe, Träume, Weissagungen und der Tod
sind die Themen der Ingeborg Lüscher. In ihrer jüngsten Installation
verschmelzen diese Topoi unter der einenden Regie des Lichtes zu
einem ebenso schlichten wie zwingenden Eingriff. Dieser reflektiert
die Schönheit des Kirchenraumes und macht sie als
sinnlich-ästhetische Dimension neu erlebbar. Zugleich steht er für
eine klare Aussage und ein Konzept, das auf völlig unpathetische
Weise verbunden ist mit Spiritualität im Allgemeinen, mit Religion
und Kirche im Besonderen.
"Wenn Christus sagt "Ich bin das Licht der Welt", dann hat das
schon mit meiner Arbeit hier zu tun", so die Künstlerin, froh über
die Möglichkeit "dieses Abenteuer zu erleben". Wo das Gefäß zur
vielschichtigen Metapher wird, da füllt Ingeborg Lüscher ihre
Schalen mit Licht. Als strahlendes Licht dargeboten, vermitteln die
handgeformten, leicht unregelmäßigen Gefäße zwischen Gegenwart und
Vergangenheit, zwischen Himmel und Erde.
Die Installation "Lumen est Omen" der Künstlerin Ingeborg
Lüscher in der Feldkircher Johanneskirche ist ab heute zu
besichtigen.
(Fotos: A. Grabher)
Die
Künstlerin Ingeborg Lüscher
Geboren: 1936 in Sachsen
Ausbildung: zur Schauspielerin, 1967 Wechsel zur
bildenden Kunst
Werdegang: unterrichtet an der Sommerakademie
Salzburg, Forschungen In Japan, Reisen nach Indien, Nord- und
Südamerika, Russland, China etc.
Ausstellungen: Einzelausstellungen in Museen der
Schweiz, Deutschland, Spanien, Holland, USA, Teilnehmerin an der
"documenta 5" sowie an der Biennale in Venedig 1980, 1999 und 2001
Zur Person
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