17.09.2003 17:08
Österreichische Prominenz bei der Biennale in
Lyon
Bruno Gironcoli, Franz West und Florian Pumhösl
zu Gast bei "Es geschah morgen" - Foto
Paris - Die österreichischen Künstler Bruno Gironcoli, Franz
West und Florian Pumhösl sind bei der siebenten Auflage der Biennale für
Gegenwartskunst in Lyon vertreten. Die diesjährige Ausgabe, die am Donnerstag
ihre Tore öffnet und bis zum 4. Jänner 2004 zu sehen ist, steht unter dem Motto
"C'est arrive demain" ("Es geschah morgen").
Die diesjährige Biennale in
Lyon beruht auf einem völlig neuen Konzept, zumal die Ausstellung auf fünf
verschiedene Standorte der Rhone-Metropole verteilt ist. Außer dem von Renzo
Piano entworfenen Museum für Gegenwartskunst, das 1995 eröffnet wurde, dienen
auch das Musee des Beaux-arts, das Institut d'Art contemporain, das Zentrum für
Gegenwartskunst Le Rectangle und ein ehemaliges Zuckerdepot in der Peripherie,
das eigens für die Biennale saniert wurde, als Ausstellungsorte.
Insgesamt beteiligen sich rund 50 Künstler aus Frankreich, Deutschland,
Italien, Japan, den USA, Kanada und Österreich. "Durch die Aufteilung der
Ausstellungsorte wollten wir die ganze Stadt in das Kunstereignis einbinden",
erklärte der künstlerische Leiter des Großereignisses, Thierry Raspail, der die
Biennale 1991 gegründet hat.
Der Wiener Franz West stellt bei der
Biennale eine Installation aus Skulpturen und Collagen vor, welche die
Ausstellung der Werke Gironcolis, seines Professors für Skulptur in Wien,
begleitet. Der 1971 in Wien geborene Pumhösl präsentiert dagegen eine aus
Filmmaterial und Fotos zusammen gestellte Installation, die den politischen
Ursprung der Abstraktion in der Kunst nachvollziehen soll. (APA)