29.10.2002 19:44
Graz: Acconci-Insel in Wartestellung
Niederwasser der Mur verzögert Einschiffung des 170-Tonnen-Pontons,
Stapellauf vorerst auf Mittwoch verschoben
Graz - Die vom New Yorker Architekten Vito Acconci
entworfene Mur-Insel, eine der Attraktionen des Kulturhauptstadt-Jahres 2003 in
Graz, bleibt länger als geplant im Trockendock. Am Dienstag scheiterte der
Versuch, den 170 Tonnen schweren Ponton einzuschiffen. Einen neuerlichen Anlauf
soll es, wie die 2003-Intendanz mitteilte, am Mittwoch
geben.
Ursprünglich war der Stapellauf der mit Aufbauten und Zugängen
letztlich 322 Tonnen schwere Stahlkonstruktion erst für Anfang November geplant.
Die Fertigstellung soll dann am Wasser erfolgen. Um jedoch den günstigen
Wasserstand auszunutzen, entschloss man sich, die Plattform schon jetzt zu
wassern. Doch die Lage war von den Technikern offenbar zu optimistisch
eingeschätzt worden: Schon am Montag war man daran gescheitert, das
Stahl-Ungetüm mittels Stahldrossen von der Schräglage am Ufer in den Fluss zu
manövrieren. Am Dienstag wiederholte sich das Schauspiel, begleitet von
zahlreichen Zaungäste an Kais und Brücken, der Schwimmkörper blieb ziemlich
unbeweglich an den Gestaden der Mur hängen.
In der 2003-Intendanz sieht
man die Probleme noch nicht als wirkliche Panne an: "Das ist ein längerer
Prozess, der nicht so genau voraussagbar ist", lautete die Auskunft. Der
Wasserstand sei wieder gesunken und zudem sei ein Felsblock dazwischen gekommen.
Am Mittwoch werden nun Hubgeräte herangeschafft, um die Einschiffung des 54 mal
17 Meter großen Inselobjekts nun endgültig in die Wege zu leiten. (APA)