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| Albertina
zieht Rubens-Ausstellung auf Herbst 2004 vor Von 15. September bis 5. Dezember - Rund 805.000 Besucher im Jahr 2003 - Rembrandt-Schau ab 26. März Wien (APA) - Die Albertina zieht die ursprünglich für April 2005 geplante Rubens-Schau auf kommenden Herbst vor. Der Grund dafür ist die kurzfristig vom Kunsthistorischen Museum (KHM), Liechtenstein Museum und der Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste ab 5. Dezember angesetzte gemeinsame Rubens-Ausstellung. Die Vorverlegung der Albertina-Schau soll "Missverständnissen" bei Besuchern vorbeugen, erklärte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.Die Besucher der drei "als Sonderausstellung positionierten Schausammlungen" von KHM, Liechtenstein Museum und Gemäldegalerie, könnten irrtümlich meinen, es handle sich dabei um die bereits seit langer Zeit angekündigte Rubens-Schau der Albertina, erläuterte Schröder. Die gemeinsam mit dem Metropolitan Museum New York organisierte Ausstellung der Albertina wird nun von 15. September bis 5. Dezember, dem ersten Tag der drei anderen Wiener Rubens-Ausstellungen, in Wien und ab Mitte Jänner in New York gezeigt. Gleichzeitig mit den drei anderen Wiener Museen kann die Albertina ihren Rubens nicht präsentieren, weil einerseits zu diesem Zeitpunkt Leihgaben der Albertina in New York sind und andererseits das KHM und die Gemäldegalerie als Leihgeber der Albertina-Schau fungieren. Während die zahlreichen anderen Rubens-Ausstellungen im Rubens-Jahr 2004 - u.a. in Lille, Antwerpen, Gent, Braunschweig, Ottawa - sich auf den repräsentativen, bekannten Rubens bzw. seine Werkstatt konzentrierten, zeige die Albertina-Schau "den eigenhändigen Rubens", so Schröder, und erweitere das gängige Rubens-Bild um dessen "intime, virtuose und zum Teil sehr expressive" Facette. Parallel zur Rubens-Schau (bis 9. Jänner) präsentiert die Albertina Arbeiten von Neo Rauch aus den vergangenen zwei Jahrzehnten. Die ursprünglich für Herbst geplante Mondrian-Ausstellung wird auf März (bis Juni) 2005 verschoben. Am Freitag kommender Woche (26. März) wird mit der ersten maßgeblichen Rembrandt-Retrospektive in Österreich die nächste große Albertina-Schau eröffnet. Bis 27. Juni führt die Ausstellung 30 Gemälde Rembrandts mit den bedeutendsten Beispielen seines grafischen Werks zusammen. Parallel dazu (bis 29. August) werden Fotografien des in Graz arbeitenden Japaners Seichi Furuya gezeigt. Für das Jahr 2003 und damit für die ersten neun Monate seit der Wiedereröffnung der Albertina im März des Vorjahres präsentierte Schröder mit einer Zahl von 804.700 Besuchern einen "weit über jeder Erwartung gelegenen" Erfolg. Dass 14 Prozent des Publikums Studenten und sieben Prozent Schüler sind, sei "ein großer edukativer Erfolg", der sich auch in der großen Anzahl an gebuchten Führungen (von knapp zehn Prozent der Besuchern) und der Anzahl der verkauften Kataloge (insgesamt 54.000 Stück, davon 32.000 zu Dürer und fast 12.000 zu Munch) zeige. Der Besucher-Anteil von 48 Prozent aus dem Ausland belege die internationale Bekanntheit des Hauses innerhalb kurzer Zeit. Mit der Einrichtung einer weiteren Kasse, einer Verdoppelung des Groupguide-Systems und einem Verlags-"Frühwarnsystem" bei Knappwerden der Kataloge will man künftig Engpässen vorbeugen, die mit dem unerwarteten Erfolg verbunden waren. Der Besucheransturm hat auch zu einer vor der Zeit erwarteten Abnutzung der sanierten Räume geführt. Auch wenn er "lieber Opfer des Erfolgs als des Misserfolgs" sei, hofft Schröder in dem Zusammenhang auf eine Anhebung der Basisdotierung ab 2005. Derzeit beläuft sie sich auf rund 5,7 Mio. Euro gegenüber 8 Mio. Euro Eigeneinnahmen. 2004-03-17 14:16:46 |