MUMOK soll Räumlichkeiten der Kunsthalle erhalten
Nach Angaben von Köb im neuen „profil“ habe Schmied nach Anhörung seiner Pläne entschlossen, „dass die Räumlichkeiten der angrenzenden Wiener Kunsthalle vom MUMOK übernommen werden und die Kunsthalle eine neue Unterkunft bekommt“. Ein Sprecher von Kulturministerin Schmied bestätigte auf Anfrage der APA, dass die Erweiterung des MUMOK „eines der zentralen Anliegen der Ministerin“ sei und die Variante mit der Kunsthalle die „naheliegendste und logischste“ wäre.
Es gebe in dieser Sache laufend Gespräche, etwa mit der für die Kunsthalle zuständigen Stadt Wien oder dem Künstlerhaus. Diese seien aber noch nicht abgeschlossen, Ziel sei, mit allen Betroffenen Einvernehmen herzustellen, hieß es aus dem Ministerium.
Die Kunsthalle im Museumsquartier und die Stadt Wien sehen dies anders. Als „Sommerente, wie schon im vergangenen Jahr, die nicht dadurch besser wird, dass sie nun neuerlich daher watschelt“ bezeichnete der Leiter der Kunsthalle Wien, Gerald Matt, am Samstag im Gespräch mit der APA die kolportierten Übernahmepläne der Kunsthalle-Räumlichkeiten.
Ganz ähnlich wird die Angelegenheit offenbar vom zuständigen Wiener Stadtrat bewertet: Eine Sprecherin von Kulturstadtrat Mailath-Pokorny sprach von einer zwei Jahre alten Idee, die „weder spruchreif noch konkret ist.“ Es handle sich dabei um eine „Sommergeschichte“, MUMOK-Chef Köb spiele „die Platte jeden Sommer“.
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