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| "kunst wien
2003" hofft auf neuen Besucherrekord Am Mittwoch Abend startet die "kunst wien 2003", die neunte Auflage der heimischen "Messe für zeitgenössische Kunst" im Wiener MAK. Wien (APA) - Während die gezeigten rund 700 Künstler etwa zur Hälfte aus dem Ausland stammen, kommen die 61 vertretenen Galerien allesamt aus Österreich. Doch bereits im nächsten Jahr, wenn das ganze MAK bespielt werden soll, werde sich das ändern, versicherten die Organisatoren heute Vormittag bei einer Pressekonferenz. Mit einigen gestalterischen und gastronomischen Veränderungen und neuen Öffnungszeiten soll die bis Sonntag (19.10.) dauernde Kunstmesse die Vorjahresbilanz von 13.000 Besuchern um zehn bis fünfzehn Prozent übertreffen.Die Besucherzahl des Erstversuches vor neun Jahren (7.000) hat man bisher fast verdoppeln können, die Rahmenbedingungen haben sich geändert, doch die Zielgruppe ist im Wesentlichen die gleiche: "Die Messe ist gegründet worden, um einen damals noch kaum existierenden Markt zu schaffen. Heute ist die 'kunst wien' auch weiterhin das, was sie immer war: Eine Messe, der es gelingen soll, Publikum für Kunst zu interessieren", meinte Galerist Ernst Hilger. Man wisse aus Befragungen, dass rund ein Drittel der Käufer auf der kunst wien (im Vorjahr wurden während der Messe rund 800 Kunstwerke verkauft, nicht gerechnet die aus dort geknüpften Kontakten entstandenen späteren Käufe) erstmals ein Kunstwerk erstehe. Im Vergleich zu anderen Messen sei man sowohl von den reinen Standmieten, als auch von den nötigen Investitionen im Vergleich zur Besucheranzahl "noch immer die preislich günstigste Messe". Die Zahl der Anfragen ausländischer Galerien habe sich dennoch bisher in überschaubarem Rahmen gehalten, erläuterte Kurt Jirasko, Geschäftsführer des Messeveranstalters Präsenta, im kommenden Jahr wolle man aber mit einer vorsichtigen Öffnung der Messe für ausländische Galerien beginnen. "Wenn wir 20 ausländische Galerien haben, wäre das schon toll", meinte Hilger. "Qualität ist uns aber wichtiger als eine möglichst große Zahl drittklassiger ausländischer Galerien", ergänzte die ebenfalls im Messebeirat vertretene Galeristin Rosemarie Schwarzwälder. Doch es gibt auch Absagen: So prominente Galeristen wie Georg Kargl, Thaddaeus Ropac und Martin Janda haben umdisponiert und sind lieber auf der fast gleichzeitig (17.-20.10.) stattfindenden neuen "Frieze Art Fair" in London vertreten. Andere wie die Galerie Krinzinger und die Galerie Meyer Kainer haben sowohl in Wien als auch in London ihre Stände aufgebaut. "Hier sind die 120 besten Galerien der Welt", meinte Georg Kargl, den die APA in London erreichte, "da ist es schon gut, wenn man dabei ist. Wien wäre gut beraten gewesen, das Timing richtig zu legen." Gerade weil er "den Wiener Platz in Ehren halte", habe er nicht gleichzeitig mit einer halben Sache auf der kunst wien vertreten sein wollen. Die projektierte Öffnung für internationale Galerien halte er für "absolut keinen richtigen Schritt", von dem abzuraten sei: "Das österreichische Publikum ist dafür noch nicht erzogen." In Wien, wo die Künstlerliste von Vito Acconci, Marc Adrian und Siegfried Anzinger bis zu Robert Zeppel-Sperl, Otto Zitko und Heimo Zobernig reicht, hat man sich mit einem "Happy Thursday" (16.10.), an dem Schüler und Studenten zwischen 11 und 15 Uhr keinen Eintritt zahlen müssen, einem "Second View", bei dem am Freitag (17.10.) bis 22 Uhr noch nicht benützte Preview- und Vernissagen-Einladungen zu freiem Eintritt berechtigen, und einer vorgezogenen Sonntagsöffnung (10-18 Uhr) bemüht, dem Publikum entgegen zu kommen. Außerdem will man die Messe mit drei Diskussionen auch als inhaltliche Plattform nutzen: Am Donnerstag diskutiert man um 19 Uhr im MAK-Vortragssaal das Thema "Die Fotografie und der Kunstmarkt. Die Fotografie als Sammelobjekt". Am Freitag, 15.30 Uhr, findet im Aktsaal der Universität für angewandte Kunst mit LeiterInnen Österreichischer Kulturforen im Ausland eine Podiumsdiskussion zum Thema "Zeitgenössische österreichische Kunst im Ausland" statt, am Sonntag, 14.30 Uhr, am gleichen Ort eine zum Thema "Kulturbanausennation Österreich - Kunst und Bildung, Kunst als Bildung", bei dem u.a. über den Stellenwert von Kunstpädagogik und Kunstunterricht in Österreich gesprochen werden soll. "kunst wien 2003" von 16. bis 19. 10. im MAK, Do und Sa 11-19 Uhr, Fr 11-22 Uhr, So 10-18 Uhr, Eintritt: 8 Euro, ermäßigt: 6 Euro, Info: 01 / 713 42 94. 2003-10-15 13:47:05 |