Zum "ersten Mal in seiner Geschichte" konnte das Haus 240.000 Besucher anlocken, was eine Steigerung von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Weiters habe das Mumok 2007 "den bedeutendsten Sammlungszuwachs aller Bundesmuseen" erfahren. Der Wertzuwachs wurde - vor allem durch die Schenkung Bogner und die Erwerbungen der Stiftung Ludwig - mit 2,68 Millionen Euro beziffert.
"Alternative wären Blockbuster-Ausstellungen"
Erstmals hat das Mumok für das kommende Jahr einen offenen Finanzbedarf, der sich auch 500.000 Euro beläuft. Während das Mumok laut eigenen Angaben im Jahr 2002 gut zwei Drittel seines Programms aus der Basisabgeltung finanzieren konnte, reichte diese im Jahr 2007 "nicht einmal mehr" zur Deckung der Fixkosten. Im kommenden Jahr müssten die Kosten für das gesamte Ausstellungsprogramm, die Sammlungsankäufe und das Marketing aus Eigenerlösen gedeckt werden. Dadurch entstehe jedoch der Fehlbetrag von einer halben Million Euro, der nicht wie im vergangenen Jahr durch die Auflösung der Rücklagen gedeckt werden könne.
"Die Alternative wären Blockbuster-Ausstellungen oder Klassische Moderne zu zeigen, wie so manch andere Museen", so Köb, "aber mit den gleichen Programmen würden wir dann alle gemeinsam baden gehen". Kritik übte Köb auch am Zeitpunkt der Verteilung der Basissubventionen, die die Jahresabschlüsse und Budgetpläne für das nächste Jahr nicht berücksichtigt hatte. "Eigentlich wäre das schon fast eine parlamentarische Anfrage", so der Direktor. (APA)