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| Berlin |
| 2.
Berlin Biennale in Kunst-Werke, im Postfuhramt, unter der Jannowitzbrücke
und in den Allianz Treptowers von Peter Herbstreuth |
| Die 2. Berlin Biennale zeige, was im Moment im Trend liege, sagte die Kuratorin Saskia Bos. Wichtig sei der Werkstattcharakter. Um dieses Labor mit 48 Künstlern aus 31 Ländern zum Klingen zu bringen, verzichtete sie auf eine konzeptuelle Leitlinie, beschränkte sich auf die Stichworte ‹connectedness, contribution, emphathy› und nannte die Polyphonie nach einem Satz von Alicia Framis ‹Not effect – affect›. |
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Da grosse Kunst meist nicht
von wohlmeinenden und netten Leuten, sondern von Sonderlingen entsteht,
ist das neue Lied, das Saskia Bos anstimmen möchte, ein spätromantisches
‹Du sollst dein Leben ändern›, ohne aber die imaginative Kraft und formale
Strenge, die den Effekt überhaupt erst zum Affekt machen würde, ins Kalkül
zu ziehen. Während der Eröffnungstage spielten solche Einwände keine
Rolle. Wie kein Kunstereignis zuvor hatte die 2. Berlin Biennale im
Vorfeld eine soziale Kraft entwickelt, die sich im Reigen der
Voreröffnungen und Parallelveranstaltungen entlud. Allein diese produktive
Eigenschaft sichert die Geldgeber für die nächste Biennale. Aber nach der
Eröffnung zählt nun die Ausstellung: eine Ansammlung kleiner
Merkwürdigkeiten hier und da. Bis 20.6.2001 |
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Links | ||
| Ausgabe: | 06 / 2001 | |
| Ausstellung: | 2. berlin biennale/Internationale Kunstausstellung (20.04.2001 - 20.06.2001) | |
| Institution: | Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (Berlin) | |
| Autor/in: | Peter Herbstreuth | |
| Künstler/in: | Olafur Eliasson , Ayse Erkmen , Alicia Framis , Jonathan Monk , Henrik Håkansson , Dan Peterman | |