Meterhohe Steinskulpturen weisen Weg ins
Defereggen
Der Dölsacher Bildhauer Lois Fasching
verarbeitet 15 Tonnen Serpentin zu zwei Plastiken.
Artikeltext: "Für einen Bildhauer spielt das
Material nur eine Nebenrolle. Primär geht es um
Strukturen, Oberflächen, Formen und bei
Kunstwerken im öffentlichen Raum auch um den
Aufstellungsort", stellt der bislang vorwiegend
nur als Holzbildhauer in Erscheinung getretene
Dölsacher Lois Fasching fest.
Neben den
Vorbereitungsarbeiten für seine große Personale im
Juli im Kunsthaus Attersee schleift, bohrt, fräst
und poliert Fasching derzeit metergroße
Serpentinblöcke in einem Steinbruch im Iseltal.
"Gebrochener Serpentin ist sehr hell. Erst durch
die Bearbeitung wird das Material dunkler", verrät
der Künstler. Die überdimensionalen Skulpturen -
sie werden im September an den
Einfahrtsportalen der Erlachgalerie im
Defereggental aufgestellt - symbolisieren ein
D.
Der Buchstabe steht nicht nur für den
Talnamen, sondern soll auch die Schutzfunktion der
Galerie vor Steinschlag verdeutlichen.
Um
die fast 15 Tonnen schweren Skulpturen - die
Steine werden konkav geschliffen und an den Kanten
im flachen Winkel abgeschrägt - auch termingerecht
liefern zu können, kommt Fasching ganz ordentlich
ins Schwitzen.
Der Dölsacher beherrscht
zwar seine Materie meisterhaft, die Umstellung von
der Holzbearbeitung mit Kettensägen auf Bohr- und
Fräsmaschinen für die Steinskulpturen ist aber
nicht von der Hand zu weisen. Fasching: "Beim
Arbeiten mit Stein kommt man ohne fremde Hilfe
nicht aus."< Quelle:
APA