27. Mai 2006

Meterhohe Steinskulpturen weisen Weg ins Defereggen

Der Dölsacher Bildhauer Lois Fasching verarbeitet 15 Tonnen Serpentin zu zwei Plastiken.

Artikeltext: "Für einen Bildhauer spielt das Material nur eine Nebenrolle. Primär geht es um Strukturen, Oberflächen, Formen und bei Kunstwerken im öffentlichen Raum auch um den Aufstellungsort", stellt der bislang vorwiegend nur als Holzbildhauer in Erscheinung getretene Dölsacher Lois Fasching fest.

Neben den Vorbereitungsarbeiten für seine große Personale im Juli im Kunsthaus Attersee schleift, bohrt, fräst und poliert Fasching derzeit metergroße Serpentinblöcke in einem Steinbruch im Iseltal. "Gebrochener Serpentin ist sehr hell. Erst durch die Bearbeitung wird das Material dunkler", verrät der Künstler. Die überdimensionalen Skulpturen - sie werden im September an den Einfahrts­portalen der Erlachgalerie im Defereggental aufgestellt - symbolisieren ein D.

Der Buchstabe steht nicht nur für den Talnamen, sondern soll auch die Schutzfunktion der Galerie vor Steinschlag verdeutlichen.

Um die fast 15 Tonnen schweren Skulpturen - die Steine werden konkav geschliffen und an den Kanten im flachen Winkel abgeschrägt - auch termingerecht liefern zu können, kommt Fasching ganz ordentlich ins Schwitzen.

Der Dölsacher beherrscht zwar seine Materie meisterhaft, die Umstellung von der Holzbearbeitung mit Kettensägen auf Bohr- und Fräsmaschinen für die Steinskulpturen ist aber nicht von der Hand zu weisen. Fasching: "Beim Arbeiten mit Stein kommt man ohne fremde Hilfe nicht aus."<
Quelle: APA
 
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