| Salzburger Nachrichten am 16. Jänner 2003 - Bereich: KI
Sammlung Essl ehrt Hans Fronius mit Schau
Seine expressionistisch-symbolische Auseinandersetzung mit dem Menschen
dient als Ausgangspunkt für die von Agnes Essl konzipierte Schau, die um
40 zum Thema passende Exponate österreichischer Künstler aus dem reichen
Fundus der Sammlung Essl ergänzt wird. Im Vorfeld der Eröffnung am Donnerstagabend erläuterte Agnes Essl vor
Journalisten den starken Bezug des Malers und großartigen Zeichners zur
österreichischen Geschichte. Am 12. September 1903 in Sarajewo geboren,
erlebte er als Elfjähriger am Straßenrand das Attentat auf das
österreichische Thronfolgerpaar mit. Fronius starb am 21. März 1988 in Mödling. Die im Schömer-Haus
gezeigten Werke stammen zur Hälfte aus den Sammlungsbeständen, der andere
Teil sind Leihgaben aus dem oberösterreichischen Stift St. Florian. Christliche Motive finden sich auch bei Adolf Frohner, Valentin Oman,
Martha Jungwirth und Christian Ludwig Attersee. Zu sehen sind weiters
Arbeiten u.a. von Georg Eisler, Zoran Music, Günter Brus, Jürgen
Messensee, Karl Korab, den "Jungen Wilden" Siegfried Anzinger und Alois
Mosbacher sowie von Maria Lassnig. Agnes Essl betonte die - trotz des später erbauten Museums der Sammlung
Essl - nach wie vor vorhandene Bedeutung des Schömer-Hauses als Ort der
kulturellen Begegnung. (Schluss) ah |