WALS-SIEZENHEIM (SN, APA). Bei einer behördlich genehmigten Sprengung für eine Fotodokumentation ist es am Samstagabend in Wals-Siezenheim zur Detonation von 3,5 Kilogramm Schwarzpulver gekommen. Dabei erlitten ein 41-jähriger Lehrer und dessen 32-jährige Freundin Verbrennungen an Armen, Beinen und im Gesicht. Ein 32-jähriger Deutscher klagte über Ohrenschmerzen. Die weiteren 25 Gäste blieben laut Polizei unverletzt.
Der Titel der „kulturellen“ Veranstaltung lautete „Sprengung von nichtmetallischen Objekten“. Dabei sollten Gegenstände mit Hilfe von Schwarzpulver gesprengt werden. Man habe den Vorgang dokumentieren und die gesprengten Trümmer danach offenbar verkaufen wollen, erläuterte am Samstagabend Oberst Albert Struber, Chef der Kriminalabteilung im Landespolizeikommando. Für die Veranstaltung wurde eigens ein Sprengmeister eingeladen.
Die geplante Detonation schlug jedoch wegen technischer Probleme fehl. Geschulte Vereinsmitglieder begannen deshalb mit Abbauarbeiten. Als der Großteil der pyrotechnischen Gegenstände verstaut war, betraten der Lehrer und seine Freundin den abgesperrten Bereich. Dort lag noch eine leere Granathülle mit 3,5 Kilogramm Schwarzpulver herum. Als der Pädagoge für Fotoaufnahmen eine Reihe von Teppichkrachern in die Granathülle warf, explodierte das Schwarzpulver.
Die weiteren 25 Gäste befanden sich während der Explosion in der Sicherheitszone und blieben unverletzt. Vereinsmitglieder alarmierten Rettung und Polizei. Der Lehrer, der schwer verletzt worden war, und seine leicht verletzte Freundin wurden in die Unfallchirurgie des Landeskrankenhauses gebracht. Bild: SN/Bilderbox
© SN/SW
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