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Kunstberichte

Vandalenakt gegen Kunstwerk

Aufzählung Installation, die NS-Zeit thematisiert, wurde zerstört.
Aufzählung Unbekannte stellten das Werk aber wieder her.

Oberschützen. (klh) "Eine derart heftige Reaktion habe ich nicht für möglich gehalten", sagt Peter Wagner. Bereits zum zweiten Mal wurde seine Installation aus 70 schwarzen Pflöcken im burgenländischen Oberschützen zerstört, die Pflöcke wurden aus der Erde ausgerissen.

Positive Überraschung allerdings: Eine oder mehrere unbekannte Personen, so wurde Wagner im Laufe des Montags informiert, hätten die Arbeit in der Vornacht bereits wiederhergestellt. "Das hat offenbar eine Eigendynamik gekriegt", meint Wagner gegenüber der "Wiener Zeitung".

"Pflöcke" gehört zur Projektreihe "zone38" des Offenen Hauses Oberwart, die sich zum Ziel setzt, die Zeit des Nationalsozialismus im Burgenland aufzuarbeiten. Die Pflöcke sind zu beiden Seiten der Pinkafeldstraße aufgebaut und verengen die Straße, während der Blick auf das sogenannte Anschlussdenkmal freigegeben wird. Die Symbolik des Kunstwerks werde offenbar verstanden und von manchen nicht ausgehalten, meint Wagner.

Dieser kämpft zudem um eine Umgestaltung des umstrittenen Anschlussdenkmals in Oberschützen. Dieses wurde 1939 von den Nationalsozialisten erbaut, um an die hohe Zustimmung bei der Volksabstimmung über den "Anschluss" 1938 zu erinnern. Erst in den 90er Jahren wurde an dem Bauwerk eine Tafel angebracht, um den Charakter eines Mahnmals zu betonen. Für Wagner zu wenig. "Damit wurde der faschistischen Symbolik nichts entgegengesetzt."

Montag, 10. März 2008

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