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GALERIEN RUNDGANG: Die Gaudi und ihre
Abgründe
Aber freilich lugt Herzmanovsky-Orlando ums
historische Eck, von Epigonenhaftem aber nicht die geringste Spur.
Der 59-jährige Wiener Walter Schmögner ist unter dem Titel "Die
Kopfsammlung u. a. Seltsamkeiten" mit einer eindrucksvollen,
vergnüglichen und repräsentativen Werkschau in der Linzer Galerie
Thiele vertreten, und in den 40 Arbeiten der letzten Jahre entfalten
sich Künstler- und Österreichertum in einer poetischen Traumtänzerei
aus Gaudi und Abgrund.
In den Mischtechniken und
Acrylarbeiten (auf Papier und Leinwand) entpuppen sich im
schwungvollen, auch karikierenden Strich auf lebhaft pastosem
Untergrund die Schmögerschen Kopfgeburten, die zum Beispiel
"Trompeterhoden" heißen oder "Amorphes Quartett". Die Werke vereinen
Tiefe und Absurdität, gebärden sich leichtfüßig und zielen dennoch
in die Dunkelnischen der Seelen. Wunderbare Vignetten komischer,
albtraumhafter Phantasie: die "Tagebücher" in Grafit/Farbtusche. Ein
zentrales Werk zwischen ungewisser Bedrohung und Hoffnung:
"Sammlung: 15 Kokons"; ein meisterliches Blatt herzerwärmender
Skurrilität: "Nachtköpfe". (fs)
Galerie Thiele Linz, bis 7.
Mai, Preise zwischen 870 und 14.500 Euro
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