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vom 01.08.2005 - Seite 021
Kraftvolles Papierleben in Industriehallen

Wie geschaffen für die Räume des Papiermachermuseums Steyrermühl scheinen die Bilder von Maria Moser, die dort bis 21. August zu sehen sind.

Beim Spaziergang durch die ehemaligen Produktionshallen stechen ihre Arbeiten zwar ins Auge - und doch scheinen sie auf wundersame Weise mit dem Museum verschmolzen zu sein. Maria Moser malt keine vordergründig gefälligen Bilder.

Mit Ölfarbe und Asphalt entstehen kraftstrotzende, oft ruppige Gemälde, die sie sich und dem Material in harter Arbeit abzuringen scheint. Immer wieder lässt die Frankenburgerin feurige Rottöne lodern und glühen. Die Kombination mit metallisch glänzenden Passagen passt besonders gut in die Industriehallen.

Den Papier-Bezug stellen Arbeiten auf Pappe her, die Moser "Papierleben" nennt. Die leicht welligen Karton-Tafeln wirken, als wären sie direkt von einem der Stapel im Museum genommen, bemalt und dann an die Wand geheftet worden.

Kaum vorstellbar, dass diese lebendigen Arbeiten vielleicht einmal über einem eleganten Sofa oder in einem Bürogebäude hängen werden. (dh)

Info: noch bis 21. August, Di.-So., 10-16 Uhr

Maria Moser in Steyrermühl Foto: dh


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