Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901)
gehört zu den herausragenden Grafikern der Kunstgeschichte. Sein
druckgrafisches Werk entstand in nur einem Jahrzehnt: Zwischen 1891 und
1901.
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| "Napoléon", 1895 (Zum Vergrößern
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Lautrec stammte aus altem französischem Hochadel. Durch einen Unfall
als Jugendlicher blieb der ohnehin Kränkliche kleinwüchsig. Familiärer
Wohlstand enthob den Künstler aller finanzieller Sorgen.
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| "Jane Avril", 1893 (Zum Vergrößern
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In Paris zog es ihn in die Welt der Amüsierbetriebe rund um den
Montmartre. In den Cafés, Cabarets, Tanzhallen und Bordellen beobachtete
er das "Theater des Lebens". Anders als die meisten seiner Zeitgenossen
sah er diese Welt mit dem Blick eines Menschen, für den bereits alle
Schranken gefallen sind. In seinen Bildern berichtete er davon ohne die
Überheblichkeit des sozial höher Stehenden, aber auch ohne falsches
Mitleid.
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| "La Clownesse assise, Mademoiselle Cha-u-Kao",
1896 (Zum Vergrößern anklicken) |
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| "Divan Japonais", 1892/93 (Zum Vergrößern
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Mit Einfühlungsvermögen und scharfem Auge hielt er seine Beobachtungen
auf Papier oder Leinwand fest, schuf realistische Stimmungsbilder und
Charakterstudien von einer Welt, in der die bürgerliche Moral nicht galt,
in der Vornehmes und Gemeines sich mischten, Schlichtes und Lasterhaftes
nebeneinander existierten.
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| "Mademoiselle Marcelle Lender, en buste", 1895
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Keiner hat den Amüsierbetrieb der Belle Epoque so ungeschminkt,
meisterhaft und zeitlos gültig in Gemälden, Lithografien und Plakaten
festgehalten wie Henri de Toulouse-Lautrec.
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| "Femme qui se peigne, la coiffure", 1896 (Zum
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