| INNSBRUCK. Der 60-jährige Haller Ernst Praxmarer - der
selbst an einer HTL unterrichtet - stellt sich in der
Ausstellung in seiner ganzen technischen und formalen
Vielseitigkeit vor. Doch für Praxmarer sind Technik wie Form
immer nur Mittel zum Zweck um Inhalte angemessen zu
transportieren.
Im Zentrum der Schau in der HTL-Galerie steht der Bildhauer
Ernst Praxmarer. Der Mensch ist sein zentrales Thema, der
geschundene, von Pfeilen durchbohrte, der sich fliegen zu
können sehnende, sich aufrichten wollende. Viel an eigener
Befindlichkeit fließt von dem seit Jahrzehnten an den
Rollstuhl gefesselten Künstler in diese Arbeiten aus Holz,
Stein oder Plexiglas ein, in deren Mix aus glatten und
gestaltlosen Formen.
Sein Herkommen von der Gebrauchsgrafik ist in Praxmarers
Arbeiten auf Papier unübersehbar. Hier kultiviert er einen
Hyperrealismus mit surrealen Zügen, oft kreisend um den Umgang
der Menschen mit den Ressourcen der Natur.
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