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15.04.2003 - Kultur News
FPÖ droht Wiener Kunsthalle mit Klage


"Skandal, Leichenschändung, krankhaft." Mit diesen Worten schoss sich der Wiener FP-Gemeinderat Heinz-Christian Strache am Montag auf eine derzeit laufende Ausstellung in der Wiener Kunsthalle ein. Konkret geht es um eine Videoarbeit der in Mexiko City lebenden Künstlerin Teresa Margolles. Sie zeigt, wie ein tot geborenes Kind präpariert wird. Margolles wollte laut Kunsthalle eine Skulptur schaffen, um auf die verheerende soziale Situation in Mexico City hinzuweisen.

Die FP-Wien prüfe derzeit rechtliche Schritte, erklärte Strache. Es gehe vor allem um die Verletzung des öffentlichen Anstandes. Immerhin seien dem Baby Nägel in die Hände geschlagen worden, um nach der Totenstarre eine bestimmte Position für die Skulptur zu erreichen. Die Wiener Stadtregierung müsse diese Ausstellung sofort beenden. Und künftig solle man sich genauer ansehen, welche Ausstellungen man mit Steuergeldern subventioniere. stu



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