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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
02.12.2003
13:02 MEZ
Nachlese

17. November 2000:
"Wächterin" des Innenministeriums

Nach dem Omofuma-Stein übersiedelt auch die zweite - zunächst ohne Genehmigung aufgestellte - Skulptur an offiziellen Standort

 
Im Ersten ist die "Wächterin" unerwünscht
ÖVP-dominierte Bezirksvorstehung wehrt sich gegen Übersiedlung der Skulptur neben das Bundeskanzleramt

Wien - Vorerst keinen neuen Standort gibt es für die Skulptur die "Wächterin" der Bildhauerin Ulrike Truger, die derzeit vor dem Wiener Burgtheater steht. Die ÖVP-dominierte Bezirksvorstehung des 1. Bezirkes wehrt sich gegen ein Übersiedeln in die Bruno-Kreisky-Gasse neben dem Bundeskanzleramt. Bei der Bauverhandlung wurde daher ein Einspruch eingelegt, wurde der APA am Montag vom Büro von Wohnbau-Stadtrat Werner Faymann (S) bestätigt. Nun wird ein Rechtsgutachten erarbeitet.

Truger wünscht sich genehmigten Platz am Ballhausplatz

Der Hintergrund: Die Skulptur wurde im März 2000 nach der Angelobung der Regierung Schwarz-Blau I ohne Bewilligung aufgestellt. Als Zeichen der "Wachsamkeit gegenüber den politischen Veränderungen in Österreich", wie Truger meinte. Sie wünscht sich nun einen genehmigten Platz am Ballhausplatz.

Damit ist aber die Bezirksvorstehung des 1. Bezirkes nicht einverstanden, weshalb Einspruch erhoben wurde. Die MA 64 (Rechtliche Bauangelegenheiten) wurde nun mit der Ausarbeitung eines Rechtsgutachtens beauftragt, hieß es im Faymann-Büro. Auf Basis dieses Gutachtens werde dann die Baupolizei über die "Relevanz des Einspruchs" entscheiden. Von Seiten der ebenfalls in die Bauverhandlung involvierten MA 28 (Straßenverwaltung und -bau) und MA 19 (Stadtgestaltung) gebe es jedenfalls keine Bedenken gegen den Standort am Ballhausplatz, hieß es. (APA)


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