Richtfest feierten die Mitglieder des Vereins „Mühlviertler Kunsthalle“. Zwar hat es länger gedauert als geplant, doch nun stehen die Außenmauern der Aigner Kunst-Konserve. Mit frischem Mut gehen die Künstler nun an den Innenausbau. Wolfgang Zöhrer und Angela Berger dämmen, schrauben und malen, um der neuen Kunsthalle ein Gesicht zu verleihen. Wie versprochen realisierte Mühlviertel-Dach-Chef Hans Greiner mit seinen Mannen noch vor dem Jahreswechsel die Holzarbeiten an der Kunsthalle. „Jetzt beginnt die Arbeit für uns erst richtig“, berichten Berger und Zöhrer. Die Wände wollen gedämmt werden, die Installationen gehören gemacht und außen soll die Kunsthalle ein ganz spezielles Gesicht erhalten. „Wir arbeiten an riesigen Bildern mit denen wir die Fassade und die Untersicht verkleiden“, sagt Berger. „Dazu haben wir spezielle Farben und Platten besorgt“, ergänzt Vereinsobmann Wolfgang Zöhrer.
Gegenständliche Kunst
Von außen wirkt die Kunsthalle bisher noch sehr unscheinbar. Erst ein Besuch im Inneren verrät die wirkliche Größe. Während Wolfgang Zöhrer als Obmann des Vereins auftritt kümmert sich die Ulrichsberger Künstlerin Angela Berger um die Planung und Umsetzung der Bauarbeiten. Auch sie steckte bereits unzählige Arbeiten nicht nur in die Entwürfe, sie produzierte auch schon Schalungen für die aufwändigen Säulen der Halle. Vom Erfolg der Kunsthalle sind alle Beteiligten überzeugt. Die Kunsthalle Mühlviertel soll ein Gegenpol zur abstrakten Museumswelt werden: „Wir haben nur Platz für Kunst, Kitsch und Witz“, sagt Zöhrer. Gegenständliches wird Abstraktem vorgezogen und die Kunst im Sinne von handwerklichem Geschick soll im Vordergrund stehen. „Der Besucher soll erkennen, dass man für ein Bild oft Wochen braucht, dass ein Werk Strich für Strich erarbeitet werden muss und dass vor allem der Steindruck körperliche Schwerarbeit ist“, sagt Zöhrer. Apropos Steindrucke: Gemeinsam mit Angela Berger hat Zöhrer Drucke entworfen, die als „Bausteine“ für die Errichtung der Kunsthalle erworben werden können. Das Projekt wird durch Eigenmittel der Künstler und durch die öffentliche Hand finanziert.