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Start für Gormley-Projekt in Vorarlberg

30. Juli 2010 | 13:38 | bregenz | apa | Teilen 
Kunst auf höchstem Niveau im wahrsten Sinn wird in den kommenden zwei Jahren im Vorarlberger Hochgebirge geboten. Am Samstag wird die Landschaftsinstallation "Horizon Field" des britischen Künstlers Antony Gormley in Lech am Arlberg eröffnet. Die bisher "größte Landschaftsinstallation in Österreich" auf der Kriegeralpe wurde schon Tags zuvor im Beisein von Kultur-Landesrätin Kaufmann präsentiert.

apa bregenz

Ursprünglich sollte die Präsentation schon 2009 parallel zur Gormley-Ausstellung im Kunsthaus Bregenz (KUB) stattfinden. Die Vorarbeiten zu den je 640 Kilogramm schweren Körpern aus Gusseisen wurden noch vom früheren KUB-Direktor Eckhard Schneider eingeleitet. Die alpine Installation umfasst 100 lebensgroße Abgüsse von Gormley, die alle auf exakt 2.039 m über dem Meeresspiegel postiert und über 150 Quadratkilometer im Siedlungsgebiet der Walser (hinterer Bregenzerwald, Kleinwalsertal, Arlberggebiet und Klostertal) verteilt wurden. Der Abstand zwischen den einander nicht zugewandten Objekten schwankt zwischen 60 Metern und mehreren Kilometern. „Die Seehöhe hat für die Platzierung keine metaphorische oder inhaltliche Bedeutung. Vielmehr handelt es sich um eine gut zugängliche Höhe, die zugleich dem Alltag enthoben ist“, so Gormley.

Die wesentliche Aussage dieser Arbeit besteht für Gormley darin, eine Verbindung herzustellen „zwischen dem, was greifbar, wahrnehmbar und vorstellbar ist“. „Es ist ein Beziehungsfeld zwischen Körper und Geist, in dem einige Körper Surrogate sind, andere real“, erklärte der Künstler. „Horizon Field“ stellt laut Gormley grundlegende und im Kern philosophisch-religiöse Fragen: „Wer sind wir, was sind wir, wo kommen wir her und wohin führt unser Weg?“

Die Figuren sind laut Gormley weder Statuen noch Symbole, sondern repräsentieren als „Wächter in Raum und Zeit“ einen „Ort, wo ein Mensch erstmals gewesen ist oder sein könnte“. Die Installation wird im Lauf der zweijährigen Präsentation den Naturgewalten, unterschiedlichen Lichtverhältnissen und dem Jahreszeitenwechsel unterworfen sein und somit immer wieder neue Wahrnehmungen und Eindrücke ermöglichen.

© SN/SW

 
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