Eine Heimat für Eva Mazzucco
Ambitioniert. Seit über einem halben Jahrhundert ist die Strobler Künstlerin Eva Mazzucco international tätig. Jetzt sollen ihre Arbeiten auch in Salzburg eine dauerhafte Bleibe bekommen.
AndReas Praher Salzburg-SÜD. Zum zehnten Mal war das Autohaus Schmidt in der Alpenstraße vergangenen Donnerstag Schauplatz für moderne Kunst. Ernst Flatscher, Obmann des Artforum Salzburg, konnte bei der Vernissage zur Werkschau zahlreiche Gäste begrüßen – der Star des Abends war keine Geringere als Eva Mazzucco.
Flatscher hatte Mazzucco vor drei Monaten bei einer Ausstellung im Artforum in Lehen kennengelernt. „Ich bin darauf hingewiesen worden, wer sie ist“, erinnert sich der Obmann. „Daraufhin habe ich mich mit ihr einen ganzen Nachmittag unterhalten und gemerkt, dass trotz ihres Alters von 86 Jahren noch immer das Feuer in ihr brennt.“
Über 44.000 Kunstwerke hat die gebürtige Stroblerin in ihrer langjährigen Laufbahn geschaffen. Zu ihrer Ausstellung in ihrer Heimatgemeinde vergangenen Herbst kamen an die 400 Besucher aus dem In- und Ausland. Seit 1955 ist die freischaffende Künstlerin weltweit tätig. Ihre Werke finden sich in Galerien, Museen und Sammlungen in Europa und Übersee. „Bei mir geschieht alles durch Zufälle“, sagt Mazzucco, die trotz ihrer internationalen Erfolge bescheiden geblieben ist.
Die Sommer über verbringt sie in Wien, die Wintermonate lebt Mazzucco in der einfachen elterlichen Wohnung in Salzburg. Weil sie in Strobl nicht die Wertschätzung erfahre, die ihr zustünde, möchte ihr Flatscher in Salzburg eine künstlerische Heimat schaffen. In der Stadtbibliothek in der Neuen Mitte Lehen sollen ihre Zyklen im Rhythmus von sechs bis acht Wochen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


















