Kultur

Viel Baubudget für Museen

19.04.2007 | SN

Wien (SN, APA). Unter der Überschrift "Kulturbudget" stünden viele Millionenbeträge, die für Sicherheit, Um- und Zubauten sowie Kredittilgung, doch nicht für Kunst und Kultur im engen Sinne verwendet würden. Dies kritisierte der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, am Mittwoch. Zinggl analysierte das mit "Kulturbudget" bezeichnete Zahlenwerk für Museen (die früher ins Ressort von ÖVP-Ministerin Elisabeth Gehrer gehörten, nun ist Kunst- und Kulturministerin Claudia Schmied verantwortlich). Hingegen konzentriert sich die Kritik von ÖVP-Kultursprecher Franz Morak (siehe Interview) auf das Kunstbudget (großteils für Musik, Film und darstellende Kunst).

Zum Beispiel bekomme das zum Kunsthistorischen Museum gehörende Völkerkundemuseum, das bis Ende 2006 sieben Millionen Euro "verbaut" habe, heuer weitere 2,5 Mill. Euro und nächstes Jahr noch einmal 1,8 Millionen Euro für die Sanierung,"obwohl das Museum bereits heuer im März hätte eröffnet werden sollen", stellte Zinggl fest. Auch der im Regierungsprogramm festgeschriebene "freie Zugang zu den Bundesmuseen" an einem Tag pro Monat dürfte ad acta gelegt sein. Budget sei dafür nicht einkalkuliert, sagte Zinggl.

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