| Salzburger Nachrichten am 03. Juni 2003 - Bereich: KI
Tiroler Landesmuseum "in freier Natur"
Präsentiert werden rund 80 internationale Meisterwerke der Kunst aus
der Zeit von etwa 1880 bis 1930. Gezeigt werden Beispiele des
französischen und deutschen Impressionismus, der Nabis und Fauves in
Frankreich, des Symbolismus und Jugendstils sowie Expressionismus in
Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben den Klassikern der Moderne
sind Künstler der Münchner Schule und der Wiener Secession in die Schau
mit eingebunden. Damit soll nachdrücklich auf jenes künstlerische Umfeld
verwiesen werden, das für die in den Schausammlungen des Ferdinandeums
präsentierte Tiroler Kunst in den Jahren um 1900 von großem Einfluss
gewesen ist. Schon der Titel der Schau gibt mit zwei ganz Großen der modernen
Malerei die Eckpfeiler an; zwischen ihnen nehmen Namen wie Boeckl,
Bonnard, Braque, Corinth, Delaunay, Derain, Dix, Gauguin, Gerstl, Heckel,
Hodler, Kandinsky, Kirchner, Klee, Klimt, Kokoschka, Liebermann, Macke,
Manet, Marc, Nolde, Pechstein, Pissarro, Renoir, Schmidt-Rottluff,
Segantini, Sisley, Vlaminck, Vuillard oder Walde, um nur einige zu nennen,
bedeutende individuelle Positionen ein. Die Ausstellung gliedert sich im wesentlichen in drei Hauptbereiche:
Die harmonische Verbindung von Mensch und Natur kommt einmal in der großen
Anzahl von Badenden und Akten am Wasser oder im Wald zum Ausdruck.
Menschendarstellungen in Gärten und Parks sind weitere zentrale Motive, in
denen sich die Sehnsucht nach der Idylle und dem "irdischen Paradies"
spiegelt. Schließlich wird die Landschaft als neu gewonnener Raum der
Erholung und Zurückgezogenheit sowie als Freizeitraum gerade für Städter
bedeutsam. (Schluss) hhi |