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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
10. Jänner 2005
06:36 MEZ
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Fritz Aigner

 
Linzer Maler Fritz Aigner 74-jährig gestorben
Einzelgänger aus dem Umfeld der Wiener Schule des Phantastischen Realismus

Wien - Der Linzer Maler Fritz Aigner ist heute, Sonntag, im Alter von 74 Jahren gestorben. Das teilten seine Angehörigen der APA mit. Aigner starb in einem Linzer Spital. Der künstlerische Einzelgänger aus dem Umfeld der Wiener Schule des Phantastischen Realismus war in seiner Heimatstadt als "Rembrandt von Linz" bekannt. Seine künstlerische Bedeutung reicht allerdings über seinen Bekanntheitsgrad als Lokalgröße wesentlich hinaus.

Aigners meist monumentalen Gemälde in altmeisterlicher Technik, seine Hinterglasbilder und eine Unmenge von Grafiken bewegen sich im Spannungsfeld von Eros und Religion, zwischen Surrealismus, Realismus und Phantastischem Realismus. Auch konkrete Anspielungen, die an die Grenze der Karikatur reichen können, finden sich in seinem Werk. Dem Altmeister Rembrandt, der sein Oeuvre motivisch durchzieht, fühlte Aigner sich als eine Art Alter Ego verwandt. Daneben empfing er prägende Eindrücke u.a. von Albrecht Altdorfer, Matthias Grünewald, Diego Velasquez, Francisco Goya und Francisco de Zurbaran.

Im Linzer Casineum wird morgen, Montag, eine Ausstellung (bis 15. Jänner) mit Arbeiten von Fritz Aigner und seinen drei Söhnen Matthias Claudius, Lukas Johannes und Paul Florian eröffnet. Die Trauerfeier ist im engsten Kreis der Angehörigen geplant. (APA)


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