09. Mai 2005
21:37 MESZ
Pfeifen auf fixe Identitäten
"Ver-queere" Impressionen der Kindfrau: Katrina Daschner in der
Factory der Kunsthalle Krems
Das Destabilisieren vorgefertigter Identitätsstrukturen
kennzeichnet die performativen Installationen der in Wien lebenden Künstlerin
Katrina Daschner, die in ihrer aktuellen Präsentation den Lolita-Mythos
dekonstruiert.
Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Wladimir Nabokov
und dem Film von Stanley Kubrick entwickelte sie die multimediale Installation
"Dolores", in der sie sechs markante Szenen der Geschichte in sechs
verschiedenen Räumen der Factory neu inszeniert. Durch die räumliche Darstellung
und die Verdichtung der literarischen Vorlage ermöglicht die Präsentation, die
mit den traditionellen Vorstellungen von "Weiblichkeit" und "Männlichkeit"
spielt, eine neue Sicht auf das Phänomen der Kindfrau. (cb/DER STANDARD,
Printausgabe, 10.05.2005)
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