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Bismarck der Museen
Der Museumsdirektor, Sammler, Bauherr und Mäzen Wilhelm von Bode (1845-1929) gilt als einer der Begründer des modernen Museumswesens in Deutschland.

Als langjähriger und einflussreicher Generaldirektor der Berliner Museen wurde er auch der "Bismarck der Berliner Museen" genannt. Das von ihm 1904 gegründete Kaiser-Friedrich-Museum auf der weltberühmten Berliner Museumsinsel wurde später nach ihm benannt.

Dank seiner Verbindungen zum internationalen Kunsthandel und zu kunstsinnigen Mäzenen entwickelte Bode die Berliner Museen im Kaiserreich und der frühen Weimarer Republik zu einer angesehenen Stätte der Weltkultur.

Allein 1874 kaufte er mit einer Million Mark aus der Staatskasse 200 Gemälde altdeutscher und holländischer Malerei für Berlin an.

Das 1830 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaute Alte Museum war der erste Bau auf der Museumsinsel. Es folgten 1859 das Neue Museum, 1876 die Alte Nationalgalerie, 1904 das Bode-Museum und 1930 das Pergamonmuseum.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Museen zu bis zu 70 Prozent zerstört. Noch heute leiden die Gebäude unter den Kriegsschäden.

Der 1999 in der Stiftungsratssitzung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beschlossene "Masterplan Museumsinsel" sieht die Sanierung der Gebäude sowie die Rückführung und Neuordnung der nach dem Krieg in Ost und West geteilten Sammlungen vor.

OÖnachrichten vom 24.10.2006
 
   



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