Museen frei für die Jugend
Kulturpolitik. Die neue Landesregierung nimmt sich nur eine einzige Initiative vor: Eine Woche pro Jahr wird der Eintritt in Museen frei sein.
Salzburg (SN-hkk). In der Kulturpolitik dürfte sich in der kommenden Legislaturperiode wenig am Kurs ändern. Besser gesagt: an den Kursen. Denn Kunst und Kultur sind nach wie vor auf vier Regierungspolitiker verteilt: Finanzreferent David Brenner (SPÖ) bleibt für Kultur zuständig, das heißt für alles, was nicht Museen und Salzburger Festspiele betrifft. Wilfried Haslauer (ÖVP) behält – neben Wirtschaft und Infrastruktur – die Kompetenz für Museen. Die Volkskultur bleibt bei Doraja Eberle (ÖVP).
Die Salzburger Festspiele bleiben Chefsache. Folglich wird Gabi Burgstaller (SPÖ) für die erste große kulturpolitische Entscheidung mitverantwortlich sein: die Bestellung eines Intendanten der Salzburger Festspiele. Die Findungskommission wertet derzeit Bewerbungen aus und sucht Kandidaten. Bis Ende April wird sie einen Dreiervorschlag vorlegen, über den das Kuratorium der Salzburger Festspiele befindet.
Der einzige kulturpolitische Akzent, der im Arbeitsübereinkommen der neuen Landesregierung erwähnt wird, betrifft die Museen. Wie von Burgstaller im Wahlkampf angekündigt, wird der kostenlose Eintritt für Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr zum Prinzip erklärt. Zudem wird pro Jahr eine Woche lang (im Wahlkampf war es noch der gesamte November gewesen) der Zugang in die Landesmuseen für alle Besucher unentgeltlich sein.
Im Ressort David Brenners steht wenig Spektakuläres an. Wichtig sind die Budgetsicherheit – vor allem für die vielen Kulturinitiativen und Förderprogramme – sowie die neue Intendanz im Landestheater.
Die großen politischen Brocken liegen in der Museumspolitik. Zum Beispiel: Der museale Umgang um den Domplatz – als Verbindung von Dommuseum, St. Peter und Residenzgalerie – ist zu vollenden. Die Zukunft des Barockmuseums ist zu gestalten. Das Haus der Natur ist fertig zu bauen. Die Entscheidung steht an, ob Toni Stooss als Direktor des Museums der Moderne bleiben soll. Ungewiss ist auch, ob große kulturelle Themen wieder in Landesausstellungen aufgearbeitet und dargestellt werden.




















