| Salzburger Nachrichten am 12. Februar 2006 - Bereich:
Nitsch bekam spanischen Kunstkritikerpreis
Der österreichische Künstler Hermann Nitsch wurde am Samstagabend in
Madrid mit dem Preis der Spanischen Kunstkritikervereinigung als bester
lebender internationaler Künstler auf der Internationalen Madrider
Kunstmesse ARCO ausgezeichnet. Nitsch stellt auf der Kunstmesse, die in
diesem Jahr Österreich als Gastland feiert, am Stand der Wiener Galerie
Heike Curtze seine neuesten Werke aus. Eröffnet wurde die Messe mit Werken von Heimo Zobernig. Die Schau in
der Madrider Galerie Juana de Aizpuru zeigt die für Zobernig bereits
berühmten Schachbrettraster-Bilder und ihre künstlerische
Weiterentwicklung in den vergangenen fünf Jahren. Insgesamt werden 26
klein- und großformatige Schachbrettraster sowie Linien- und
Farbfeldbilder ausgestellt, die im Zentrum von Zobernigs Struktur- und
Farbforschungen seit dem Jahre 2000 standen. Die Ausstellung ist noch bis
zum 15. März geöffnet. Spaniens Kunstkritikervereinigung, die Asociacion Espanola de Cristicos
de Arte (AECA), zeichnet jedes Jahr den ihrer Meinung nach besten
internationalen, lebenden Künstler aus, der auf der Kunstmesse vertreten
ist. Vor Hermann Nitsch erhielt bereits Künstler wie Anthony Cragg, Miquel
Barcelo, Luis Feito, Pablo Palazuelo oder Vanessa Beecroft den begehrten
spanischen Kritikerpreis. Als bester spanischer Künstler auf der ARCO wurde die aus Alicante
stammende Künstlerin Maria Cremades ausgezeichnet. Als beste Galerie wurde
die in Barcelona angesiedelte Galerie Manuel Barbie gewählt. Die vor 30
Jahren von Manuel Barbie Gilabert gegründete Galerie überzeugte die
spanische Kunstkritikerjury mit kubistischen und surrealistischen Bildern
und Skulpturen von Juan Gris, Henri Laurens, Liubov Popova, Yves Tanguy
und Jean Arp. Die ARCO, die am Montag ihre Tore schließt, ist nach der Art
Basel die zweitgrößte Kunstmesse der Welt. |