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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst | Kunst-Tagebuch 
07. Februar 2008
16:00 MEZ
Sammler, Achtung!
Nun schickt mir dieser Truman Sanford auch schon wieder seit Tagen ein hochpersönliches "Customer Alert"

... mit Rufzeichen hinten dran. Und, ich sag's dir ganz ehrlich, liebes Tagebuch, aufmachen werd ich das nicht. Weil: Eh klar, Spam, und Aktien kauf ich ebenso wenige wie Enlargement-Pills, wobei ich mir jetzt immer noch nicht ganz unsicher bin, woran ich eher glauben können möchte. Aber löschen werd ich Trumans Botschaft auch nicht.

Weil vielleicht ja stecken Kunstaktien drinnen, womöglich ist der Handel mit bildenden Bildgebungsverfahren nun endlich doch schon so weit fortgeschritten, dass sich die unscharfe Marketingmaßnahme der Trumans, die auch "dongha@goes.com" oder "rpike@conrad.fr" heißen können, ganz simpel provisionsmäßig rechnet.

Weil: Schau dir bloß den Auktionsmarktwahnsinn an, der sich überall dort abspielt, wo nicht Österreich ist. Da möchte man in schwachen Momenten auch zum Truman werden, und an der Gewinnspanne mitschneiden statt mitschreiben. Aber, na ja.

Es gibt ja auch noch Lustiges. Etwa die Top-100-Liste der Weltgalerien des Magazins Flash Art: Wir feiern rauschend den Rang 75 fürs Kunstbüro und gedenken nachher fröhlich aller Einheimischen, die nicht nur weit darunter, sondern gar nicht drinnen sind. (mm / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.2.2008)


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