| Ausstellungen zum 200. Todestag | |
|
In Graz, Wien, St. Pölten, Krems und Göttweig werden derzeit Gemälde des Kremser Schmidt gezeigt. Jetzt auch im Netz. |
Der 1718 im niederösterreichischen Grafenwörth geborene Martin Johann
Schmidt war schon zu Lebzeiten weit über die Grenzen seiner Heimat
bekannt. Er erhielt Aufträge unter anderem aus Bayern, Ungarn, Mähren,
Böhmen und Polen. Zwar übernahm er nicht wie sein genialer Zeitgenosse
Maulbertsch Freskoaufträge großen Stils, umso mehr jedoch kultivierte er
das "klassische" Tafelbild. Seine Altarbilder sind in vielen
österreichischen Kirchen zu finden. Höhepunkte seiner Kirchenmalerei sind
Altarblätter in Pöchlarn, Krems sowie Stein. Dort lebte und arbeitete der
Künstler seit 1747/48. Seinem Atelier entstammen mehr als tausend
Arbeiten. Nicht nur vor Ort, in den zahlreichen Klöstern, Kirchen und Stiften,
können die Werke des großen österreichischen Barockmalers Martin Johann
Schmidt, bekannt als Kremser Schmidt, besichtigt werden: Rund um dessen
200. Todestag (28. 6.) ist zu den zahlreichen Sonderausstellungen (unter
anderem in Krems, St. Pölten und den Stiften Göttweig und Seitenstetten)
auch noch ein Internet-Themenweg hinzugekommen. Initiiert hat ihn der
Verein "Klösterreich".
Gute Verbindungen Der Kremser Schmidt war zu seiner Zeit ein gefragter Porträtkünstler
und porträtierte unter anderem Kaiserin Maria Theresia mit dem kleinen
Erzherzog Josef (1745) - ein Umstand, der seiner Aufnahme als "wirkliches
Mitglied" an die kaiserliche Akademie in Wien als "Historienmaler" im Jahr
1768 durchaus dienlich gewesen sein dürfte.
Ausgeglichener Charakter
Über die Persönlichkeit des Kremser Schmidt gibt eine vom Sohn des
Künstlers verfasste Biografie Auskunft, in der es heißt, dass der
Charakter des Malers ausgeglichen, still und wohltätig war. Er wird
überdies als menschenfreundlich geschildert, ging selten aus, war aber zu
Hause lustig und voller Witz und genoss die Achtung und Wertschätzung
seiner Mitbürger. Sein Wesen war gerade, bisweilen etwas derb. Er war auch
sehr musikalisch und spielte alle möglichen Instrumente und komponierte
Musikstücke.
Tipps:
| ||||||||||