

vergrößern 700x483Ende 2010 ist die Struktur für das Glaskuppeldach zu erkennen: 225 Oberlichten bringen Licht und Leichtigkeit in die unterirdische Gartenhalle des Städels.
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Hineingeschlüpft in die gelben Gummistiefel und mitgebaut am Neuen Städel: Ein Schlechtwetter-Friesentreter als gemeinschaftsstiftendes Symbol für ein Bauvorhaben - die Städel-Erweiterung -, das nicht allein die öffentliche Hand finanzieren kann?
Die originelle und tatsächlich funktionierende Idee stiftete die Frankfurter Agentur Ogilvy. Und zwar gratis. Denn die Kampagne ist ihr Beitrag zu einem bürgerschaftlichen Engagement für den Städel. Und der ist seit seiner Stiftung 1816 durch den Bankier Johann Friedrich Städel die erste bürgerliche Museumsstiftung Deutschlands und braucht einen breiten privaten Einsatz für die Sache der Kunst. Dieser darf durchaus symbolischen Wert haben.
Nicht jeder kann so spontan wie Ex-Deutsche-Bank-Boss Hilmar Kopper bei einem Benefizkonzert im Dom 250.000 Euro aus dem privaten Rententopf zaubern. Bereits mit zehn Euro für einen Gummistiefelanstecker ist man dabei.
Insgesamt kostet der aus einem geladenen Wettbewerb hervorgegangene unterirdische Bau des Architektenduos Schneider und Schumacher 30 Millionen Euro, zehn weitere verschlingt die Sanierung des Altbaus: 18 Millionen davon tragen Kommune und Land, große Batzen die Hertie-Stiftung (7 Mio.) und der Bankier Metzler (3 Mio.). Aber auch Kleinvieh macht Mist: Eine Schulaktion (Schüler verkauften Selbstgemaltes) brachte 20.000 Euro ein. Dennoch fehlten im Jänner noch etwas mehr als vier Millionen.
Für Städel-Direktor Max Hollein kein Grund zum Haareraufen: "Wir haben immer wieder Spender verlautbaren dürfen", ist er zuversichtlich. Beim Baustart 2008 waren sogar erst 50 Prozent finanziert. "Es sind nicht nur die alteingesessenen Patrizierfamilien, die sich engagieren", sagt Hollein, den die kollektive Energie freut. Seit Beginn der Erweiterung mündete diese auch in Schenkungen für die Sammlung; zuletzt jubilierte man über drei Hauptwerke von Georg Baselitz. Immens sind die Dauerleihgaben von Deutsche Bank (600 Arbeiten) und DZ Bank (in eine gemeinsame Gesellschaft gingen 250 Werke ein).
Einstweilen geht der Bau am Museumsufer gut voran; derzeit wird der Durchbruch zum Altbau geschaffen. Auch die innovativen Oberlichten aus kalt gebogenem Sicherheitsglas wurden bereits gesetzt. Sie geben der leicht überkuppelten, 3000 m2 großen Halle, die die Fläche zur Sammlungspräsentation verdoppelt, Leichtigkeit. Rein optisch scheint die Decke leicht wie ein Luftkissen. Im November wird wiedereröffnet. (Anne Katrin Feßler, DER STANDARD - Printausgabe, 5./6. Feburar 2011)
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von dem her vermutlich grad nur eingeschränkt zu empfehlen. alleine die flamen machen den besuch wert. sehr erlesene sammlung. und besonderer tip: grafisches kabinett. kann im lesesaal JEDES kunstwerk aus der grafischen sammlung im original ansehen.
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