Am Ende der chronologische Reihenfolge der Schau steht dabei der 1964 entstandene "Wiener Aktionismus", der nach Ansicht der Organisatoren "radikalsten Bewegung der Nachkriegszeit, das unglückliche Gewissen eines an Gedächtnisschwund leidenden Österreich". Mühl, Brus und Schwarzkogler symbolisieren "die Kunst als Kastration" und "die Kunst als Folter", heißt es in der Vorstellung.
Der Titel der Ausstellung stammt nach Angaben der Organisatoren von einem Manifest, das der 1969 durch Selbstmord verstorbene Schwarzkogler in Testamentform hinterlassen hat. Gegenstand der Schau ist der dunkle und irrationale Teil der Moderne, wobei "schwarze" Gemälde und Produktionen zum Zeitpunkt ihres Entstehens marginalisierter Kunstströmungen zu sehen sind. Die Ausstellung umfasst neben Gemälden und Zeichnungen auch Fotografien und Videobänder.
Vision - Fiktion - Aktion
Die Ausstellung gliedert sich in drei Abschnitte, die sich auf drei verschiedene historische Momente in der Entwicklung der Malerei beziehen. Im ersten Abschnitt mit dem Titel "Vision" (1795) sind Werke von Carstens, Canova, Romney, Sergel, Füssli und Goya zu sehen.
Der zweite Abschnitt heißt "Fiction", wobei dieser Begriff als das Gegenteil von Vernunft zu verstehen ist. Zu sehen sind in dem Bereich unter anderem "L'Oeil" von Redon (li.) und "La Vie secrete" von Magritte.
Der dritte Abschnitt mit dem Titel "Aktion" beginnt mit der 1947 von Jackson
Pollock erfundenen "Dripping-Methode", bei der der Künstler Farbe auf eine
Malfläche tropfen lässt. Zu sehen ist Pollocks Werk "Reflection of the Big
Dipper". Ausgestellt sind auch die Fotografien von Kleins "Le Saut dans le vide"
(1960). (APA)
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derStandard.at