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| Glücklichmacher Farbe Mit Ilse Prandstetter präsentiert das Ferdinandeum
nach Norbert Drexel und vor Reiner Schiestl die zweite von drei Positionen
Tiroler Kunst. "Für mich ist immer die Gegenwart das wichtigste", sagt die Weiler-Schülerin Ilse Prandstetter, weshalb sie im Landesmuseum ausschließlich neue Arbeiten zeigt. Sie sind Beweis für die unermüdliche Neugier der Wahltirolerin, die sich nach Jahrzehnten der Teppichweberei zur Malerin und Objektemacherin emanzipiert hat. Reisen - etwa in den Iran -, große Künstler wie Goya, aber auch Literatur sind Quellen der Inspiration für Ilse Prandstetter, die sich weder technisch noch formal festlegen lässt, Irrtümer inbegriffen. So leitet sie ihre museale Ausstellung mit einer Video- installation ein, in der es um den Verlust von Beziehungen geht. Dazu hat sie vor ein Video hastender Menschen transparente Drahtskulpturen gehängt, die das Reale zu grafischen Bildern transformieren. In die Artbox selbst hat Prandstetter ihre plakativ gemalten Menschenbilder gehängt, die für die Künstlerin Ausdruck ihres sie und den Ausstellungsbesucher aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln beobachtenden Über-Ichs sind. An Prandstetters Wandteppiche erinnern ihre "Traumfänger". Da Farben sie "glücklich machen", sind sie von poetischen Farbwelten dominiert, ausgebreitet auf zwei Ebenen: der Leinwand und nach dem Spannen von Kettfäden auch auf diesen. _________________________________________ Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Museumstraße 15, Innsbruck; bis 11. Jänner, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 21 Uhr 2003-12-02 17:03:47 |