Revolutionierung des Lebens durch Computer
Die Ausstellung macht die Revolutionierung des Lebens durch den Computer auch in der Kunst und in der Architektur zum Thema - von der frühen Computergrafik der 1960er Jahre über OpArt und Fluxus bis hin zu interaktiven Netzkunstwerken, bei denen der Betrachter per Knopfdruck das Bild neu entstehen lässt. Zu sehen sind Skizzen der "Endlos-Häuser" des Architekten Friedrich Kiesler, motorisierte Objekte des Kinetikers Jean Tinguely und die optische Irritationen hervorrufenden Bilder des OpArt-Künstlers Jesus Raphael Soto.
"Klassiker" werden neueren Werken gegenübergestellt
Der Initiator der Aktionskunst-Form Fluxus, George Maciunas, ist mit Schautafeln vertreten, die den harten Kern der künstlerischen Bewegung widerspiegeln. Diese "Klassiker" werden neueren Werken gegenübergestellt, wie Frank den Oudstens Videoskulptur "Floating Identities" (1995) oder David Rokebys Installation "The Giver of Names" (1991), bei der der Computer Dinge assoziiert, die weit über das hinaus gehen, was der Besucher ihm vorgibt.
Im Stockwerk darüber wird an die Anfänge des Computers erinnert. Daneben kann sich der Besucher Video- und Computerspielen vergnügen. Sieben Jahre nach Eröffnung des ZKM hat Direktor Weibel auf Publikumswunsch hin auch wieder Medienkunst-Klassiker aus den Archiven geholt - darunter das riesige Wasserrad von Fabrizio Plessi sowie Bill Violas preisgekrönte Medienkunstwerke "City of Man" und "Threshold". Seit seiner Eröffnung zählte das ZKM 1,5 Millionen Besucher. (APA/dpa) )