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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
29. Oktober 2004
16:18 MESZ
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ZKM
 
"Museum aller Gattungen"
Peter Weibel ließ das Medienmuseum im Karlsruher ZKM neu gestalten - Neue Ausstellung widmet sich Revolutionierung des Lebens durch Computer

Karlsruhe - Das Medienmuseum im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) präsentiert sich neu. Wie ZKM-Direktor Peter Weibel am Donnerstag sagte, soll mit der Neugestaltung der Anspruch als Museum aller Gattungen unterstrichen werden. Von Sonntag (31. Oktober) an bietet die Schau "Die Algorithmische Revolution" ein Panorama der interaktiven Kunst von ihren Ursprüngen bis zur aktuellen Netzkunst. Die mit Leihgaben und eigenen Exponaten bestückte Ausstellung ist bis Ende 2005 zu sehen. Gezeigt werden Werke von mehr als 100 Künstlern.

Revolutionierung des Lebens durch Computer

Die Ausstellung macht die Revolutionierung des Lebens durch den Computer auch in der Kunst und in der Architektur zum Thema - von der frühen Computergrafik der 1960er Jahre über OpArt und Fluxus bis hin zu interaktiven Netzkunstwerken, bei denen der Betrachter per Knopfdruck das Bild neu entstehen lässt. Zu sehen sind Skizzen der "Endlos-Häuser" des Architekten Friedrich Kiesler, motorisierte Objekte des Kinetikers Jean Tinguely und die optische Irritationen hervorrufenden Bilder des OpArt-Künstlers Jesus Raphael Soto.

"Klassiker" werden neueren Werken gegenübergestellt

Der Initiator der Aktionskunst-Form Fluxus, George Maciunas, ist mit Schautafeln vertreten, die den harten Kern der künstlerischen Bewegung widerspiegeln. Diese "Klassiker" werden neueren Werken gegenübergestellt, wie Frank den Oudstens Videoskulptur "Floating Identities" (1995) oder David Rokebys Installation "The Giver of Names" (1991), bei der der Computer Dinge assoziiert, die weit über das hinaus gehen, was der Besucher ihm vorgibt.

Im Stockwerk darüber wird an die Anfänge des Computers erinnert. Daneben kann sich der Besucher Video- und Computerspielen vergnügen. Sieben Jahre nach Eröffnung des ZKM hat Direktor Weibel auf Publikumswunsch hin auch wieder Medienkunst-Klassiker aus den Archiven geholt - darunter das riesige Wasserrad von Fabrizio Plessi sowie Bill Violas preisgekrönte Medienkunstwerke "City of Man" und "Threshold". Seit seiner Eröffnung zählte das ZKM 1,5 Millionen Besucher. (APA/dpa) )


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