| Die Kunsthalle bekommt Kinder | |
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Kunsthallen-Direktor Gerald Matt im Gespräch mit
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Die letzte Großausstellung vor der
Neueröffnung der Kunsthalle im Museumsquartier läuft zur Zeit: eine Zusammenfassung
junger Positionen mit dem Titel Lebt und arbeitet in Wien. Doch bildet diese Schau
keineswegs den Schlussakkord nach acht Jahren Ausstellungsbetrieb auf dem
Karlsplatz, wie Kunsthallen-Direktor Gerald Matt nun bekannt gibt: "Es ist
eigentlich ein Auftakt zu etwas Neuem am Karlsplatz." Ein kleiner Teil des dunkelgelben Containers soll als Projektraum
erhalten bleiben. "So ist auch die Ausstellung 'Lebt und arbeitet in Wien'
paradigmatisch für das, was wir in Zukunft wollen: mit jungen Künstlern
zusammenarbeiten, sie bei der Entstehung des Werkes begleiten,
Werkprozesse möglich machen und den Karlsplatz als Trägerrakete für junge
zeitgenössische Kunst verankern", so Matt. "Das aber in einem
Reputationszusammenhang, wie ihn eben nur eine große Institution liefern
kann." Belebender Störfaktor Das wäre 1992 nach der Eröffnung des dunkelgelben Behälters als
Langzeitprovisorium für zeitgenössische Kunst kaum denkbar gewesen.
Anfangs war die von dem Architekten Adolf Krischanitz konzipierte
temporäre Architektur durchaus noch umstritten und wurde teilweise sogar
als Störfaktor empfunden. Bald jedoch stellte sich heraus, wie sehr die
Kunsthalle und das dazugehörige Café dem bis dahin ungenützten,
verkehrsreichen Platz belebten - was zur baldigen Etablierung der
Kunsthalle beitrug.
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