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20.02.2006 - / Ausstellung
Bilanzen: Ausstellen unter verschärften Bedingungen
Die Kunsthalle verlor Besucher. Das MAK übt sich in der "Kunst, Kunst Kunst sein zu lassen".

146.757 Besucher (davon 24.804 mit Freikarten) kamen 2005 in die Wiener Kunsthalle. Gegenüber 2004 bedeutet das einen Rückgang von fast 15 Prozent. Direktor Gerald Matt nahm es am Freitag bei seiner Jahres-Pressekonferenz trotzdem positiv und bescheinigte sich und seinem Team eine "ganz tolle Leistung". Schließlich habe man es mit verschärften finanziellen Bedingungen zu tun und der "Monokulturalisierung der Wiener Ausstellungslandschaft".

Kunsthallen-Geschäftsführerin Bettina Leidl erläuterte die "Bedingungen": Zum Besucherrückgang beigetragen hätten u. a. die Deckelung der Subvention durch die Stadt Wien bei 3,9 Mio. Euro seit 1997 und der Wegfall der Bundessubvention seit fünf Jahren. Durch die Konzentration auf junges Publikum - vor allem im "project space" am Karlsplatz, wo 2005 ein Besucherplus von 25 Prozent erzielt werden konnte - will man den Besucherschwund ausgleichen.

Einen Zuwachs von rund 4000 Besuchern auf insgesamt 195.990 im Jahr 2005 konnte MAK-Direktor Peter Noever bei seiner 20-Jahr-Jubiläums-Jahrespressekonferenz bekannt geben. Unter dem Motto "Von der Kunst, Kunst Kunst sein zu lassen" blickte er kritisch zurück und kritisch nach vor. Dieses Jahr müsse er das erste Mal mit einem Ausstellungsbudget unter einer Million Euro auskommen. "Vor der Ausgliederung hatten wir über das Doppelte", klagte Noever.

Trotzdem wird expandiert: Zum MAK Center in Los Angeles kommt heuer eine neue Außenstelle im Ausland hinzu: das Geburtshaus Josef Hoffmanns im tschechischen Brtnice, das mit der Mährischen Galerie in Brünn bespielt werden soll. Zum Start seines "CAT"-Projekts im Flakturm Arenbergpark fehlen Noever weiterhin 3,5 Mio. €. Ab 23. Februar wird das MAK-Café in neuem Design von "Eichinger oder Knechtl" und mit Koch Helmut Österreicher wieder eröffnet.

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