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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
18. Oktober 2007
17:46 MESZ
Wiener Akademie: Die Uni der klingenden Namen
Kupferstichkabinett erhält wieder eigene Räume - Bauarbeiten im Sommer, Umstellung des Studienplans

Wien – Um Werbung für sich zu machen, reicht der Akademie der bildenden Künste das Namedropping. Schließlich waren in den letzten zwei Jahren 70 Prozent aller Professuren neu zu besetzen: Rektor Stephan Schmidt-Wulffen ist nun durchaus stolz auf das "hochkarätige Team", das er formierte. Und so liest sich die inserierte Liste der Professuren wie ein Who’s who: Daniel Richter, Monica Bonvicini, Heimo Zobernig, Nasrine Seraji, Dietrich Diederichsen, Constanze Ruhm, Josephine Pryde, Matthias Herrmann etc.

Die Namen sprechen zu lassen findet Vizerektor Andreas Spiegl okay: "Sie stehen ja für Inhalte – und sind die kürzeste Form, um zu signalisieren, was unser Programm ist." Dass dieses angenommen wird, belegen die Zahlen: Bei der Jahrespressekonferenz der Akademie verwies Schmidt-Wulffen auf eine Steigerung der Anmeldungen um 21 Prozent in der bildenden Kunst auf 553. Weniger als ein Viertel der Bewerber wurde aufgenommen. (Rekordzahlen meldet auf Standard-Nachfrage auch Gerald Bast, Rektor der Angewandten: Seit dem Jahr 2000 konnte die Zahl aller Bewerbungen kontinuierlich um 52 Prozent gesteigert werden).

Zufrieden ist Schmidt-Wulffen auch mit dem Frauenanteil: Mehr als 50 Prozent der Lehrenden seien weiblich, 40 Prozent der Professuren haben Frauen inne. Bei den Spitzenpositionen (Rektorat und Institutsvorstände) beträgt der Anteil aber nur ein Drittel ...

Als wichtigstes Vorhaben für seine dritte Amtszeit als Rektor, die mit diesem Semester begann, nennt Schmidt-Wulffen die Umstellung des Studienplans für die bildende Kunst auf Bachelor und Master: "Man kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen, wenn man international wettbewerbsfähig bleiben will." Auch baulich ist einiges geplant: Die Gemäldegalerie (ab März geschlossen) erhält eine Klimaanlage und ein neues Sicherheitssystem. Direkt daneben wird das Kupferstichkabinett untergebracht (gemeinsames Foyer). Die Vorhaben kosten 2,1 Millionen Euro, Wiedereröffnung im Sommer. (Thomas Trenkler / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.10.2007)


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