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Kunstberichte

"Gigant" vor dem Musikverein muss endgültig weichen

Aufzählung 16-Tonnen-Skulptur ohne Genehmigung der Stadt aufgestellt.

Wien. Das Schicksal der Skulptur "Gigant" von Bildhauerin Ulrike Truger vor dem Wiener Musikverein scheint besiegelt: Die im November 2009 ohne Genehmigung aufgestellte Figur muss aufgrund behördlicher Fristen bis zum 24. Februar weggeschafft werden. Der entsprechende Abtragungsbescheid sei seit dem heutigen Montag rechtskräftig, sagte ein Sprecher des zuständigen Stadtrats Michael Ludwig (SPÖ) der APA.

Ausgestellt wurde der Bescheid bereits am 3. Jänner, danach wurde das Schreiben Truger zugestellt. Diese hätte daraufhin die Möglichkeit gehabt, zwei Wochen lang Einspruch gegen die Entscheidung zu erheben. Diese Frist habe die Künstlerin allerdings verstreichen lassen, so der Ludwig-Sprecher.

Sollte die Künstlerin ihr Werk nun bis zum 24. Februar nicht freiwillig entfernen, wandere der Akt zur Magistratsabteilung 25 (Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser), wodurch später von der Stadt selbst der Abtransport des 16 Tonnen schweren Werks veranlasst werde. Die dabei anfallenden Kosten müsste Truger selbst tragen. Dazu kämen noch etwaige Lagerungsgebühren sowie eine Verwaltungsstrafe, so der Sprecher.

"Ich bin nach wie vor an einer einvernehmlichen Lösung interessiert", sagte die Bildhauerin. "Immerhin ist jetzt noch ein Monat Zeit für die Stadt Wien, die Chance für den ‚Gigant‘ wahrzunehmen."

In den vergangenen Tagen waren in der Wiener Kulturszene verschiedentlich Stimmen laut geworden, die für einen Verbleib des "Giganten" plädierten. Für die "entsprechende Würdigung" einer "so verdienstvollen und engagierten Künstlerin" sprach sich die Redaktion der Frauenzeitschrift "AUF" aus. Auch das Kosmos Theater ist für den Verbleib.

 

Printausgabe vom Dienstag, 25. Jänner 2011
Online seit: Montag, 24. Jänner 2011 18:15:09

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