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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
17.07.2002
20:42 MEZ
Lösungen für eine sensible Haut
Präsentation der blauen "Skin" des Kunsthauses in Graz

Von
Colette M. Schmidt
 
Graz - Die blaue Oberfläche des künftigen Grazer Kunsthauses, das im September 2003 eröffnet werden soll, galt bisher als eine der sensibelsten Zonen der spektakulären Gebäudes. Die "Skin" der blauen Blase, von den britischen Architekten Peter Cook und Colin Fournier auch "Bubble" genannt, soll transparent und blau sein, genügend Licht durchlassen und - trotz ihres Ausmaßes von 4000 Quadratmetern - Leichtigkeit signalisieren.

Tausend Lampen

Am Mittwoch konnten nun in einer Modellwerkstätte im Süden von Graz die ersten Platten der "Skin" präsentiert werden. Dabei gibt es noch immer zwei Materialvarianten: Ob Plexiglas oder Glasfaserverstärkter Kunststoff für die äußerste Schicht verwendet wird, entscheidet der Preis. Beide sind machbar und erfüllen die Kriterien des Entwurfs. In beiden Fällen sind die Platten nur wenige Zentimeter dick, werden unter Hitze gebogen und dann auf dem Gebäude zusammengesetzt. Dahinter ist Platz für eine Lüftungsschicht, in der 1000 einzeln ansteuerbare Neonlampen liegen, und eine Dämmschicht, in der die Trägerstruktur aus Stahlhohlprofilen und hellere Fensterelemente sitzen.

Eine Weltneuheit sind die 1000 Lampen, die als Bildpunkte animierte Bilder in Pixel-Auflösung in Richtung Lendkai und Innenstadt schicken werden. Was auf der 60 Meter langen Fassade gespielt wird, werden die jeweiligen Kuratoren laufender Ausstellungen bestimmen. Das Berliner Planungsbüro "realities united" lieferte das Konzept zu den Lichtspielen.

Colin Fournier gab sich sichtlich zufrieden mit dem Modell der in der Öffentlichkeit oft als "Problemhaut" gehandelten Hülle: "Ich bin glücklich. Bis jetzt erfüllt es meine Erwartungen." (DER STANDARD, Printausgabe, 18.7.2002)


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