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| Salzburg
plant Fachbeirat für Kunst im öffentlichen Raum "Die Entscheidung, ob ein Kunstwerk im öffentlichen Raum aufgestellt werden soll oder nicht, soll nicht die Politik, sondern ein drei- bis vierköpfiger Fachbeirat treffen". Salzburg (APA) - Das sagte der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Heinz Schaden (S), heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz. Dieser Fachbeirat soll nicht nur Empfehlungen an den Stadtsenat aussprechen. Die Gutachten dieser Experten werde verbindlich sein, so Schaden: "Ich kann natürlich nicht verhindern, dass es politische Diskussionen geben wird."Schaden schließt nicht gänzlich aus, dass es auch Fälle geben mag, bei denen sich der Stadtsenat über das Gutachten der Kunstexperten hinwegsetzt. Aber: "Dieser Fachbeirat kann die Debatte über Kunstwerke auf Grundstücken der Stadt versachlichen. Die Qualität der Objekte muss verbessert werden, ich will nicht jeden Ramsch. Der vergangene Sommer hat gezeigt, das wir Politiker überfordert sind, wenn es um Kunst im öffentlichen Raum geht. Fachleute sollen darüber urteilen." Namen von eventuellen Mitgliedern dieses Fachbeirates wurden bisher keine genannt. Mehr Geld soll es im Jahr 2004 für die freien Theatergruppen geben. Schaden hat im Budget eine so genannte Gastspiel- und Tourneeförderung vorgesehen. Für alle rund zehn bis zwölf freien Tanz- und Theatergruppen der Stadt, die zumindest drei Gastspiele in zwei Bundesländern oder im Ausland ergattert haben, stehen zusätzlich 25.000 Euro bereit. Schaden betont, dass 2004 das operative Budget für die Kulturförderung von 15,6 auf 16,5 Mio. Euro steigen wird. Davon profitieren werden neben den freien Theatergruppen vor allem die Neuen Medien. Auch die Literatur soll bedacht werden - geplant ist ein Kongress der deutschen Akademie der Wissenschaften zum Thema "Sprache und Literatur". Die Stadtbücherei, die an den beiden Standorten in der Franz-Josef-Straße und im Schloss Mirabell mit 800 Besuchern täglich aus allen Nähten platzt, könnte auf dem Grundstück des ehemaligen Fußballstadions Lehen neu gebaut werden. Auf neue rechtliche Beine will Schaden die "Kunst am Bau" stellen. Seit dem Jahr 1974 gibt es zwar eine Regelung, wonach ein Prozent der Bausumme in die Kunst investiert werden muss, "aber das funktioniert nur manchmal", sagte Schaden. "Geld für die Kunst in der Bauordnung zu verankern, das ist rechtlich kompliziert, wir basteln an einer Regelung". Auch das Mozartjahr 2006 war Thema dieser Pressekonferenz über die "kulturpolitische Zukunftsperspektiven" der Stadt. So will Schaden eine Biennale für zeitgenössische Kunst. "Zusammen mit der IG-Komponisten wollen wir alle zwei Jahre ein Festival auf die Beine stellen, bei dem auch eine Stromgitarre oder etwa Computermusik Platz haben sollen." Das Zurückholen der Diagonale nach Salzburg ist zudem ein Ziel Schadens, es gebe Gespräche aber noch nichts Konkretes. 2003-12-03 13:55:28 |